De Jonge stoppt Qualifikant Zick im Endspiel der Cadolzburg Open 2026
Mit dem Finale im Einzel vor prächtiger Kulisse fand am Sonntag die dritte Auflage der Cadolzburg Open 2026 einen würdigen Abschluss. Dabei musste sich der Dachauer Sydney Zick, der sensationell aus der Qualifikation heraus in sein erstes Endspiel auf der ITF World Tennis Tour vordringen konnte, dem Niederländer Daniel De Jonge in zwei Sätzen beugen, der im Tennis-Center Schwadermühle seinerseits erstmals im Einzel auf internationalem Terrain triumphierte.
Gespannt waren die zahlreich im Tennis-Center Schwadermühle erschienenen Zuschauer, ob der Traumlauf des Dachauers Sydney Zick aus der Qualifikation heraus auch im Endspiel der Drittausgabe der Cadolzburg Open eine Fortsetzung finden würde. Im Finale des Einzels sah sich der 19-Jährige dem Niederländer Daniel De Jonge gegenüber, der im Turnierverlauf auf dem Teppichbelag mit seinem geradlinigen Spiel bislang ebenfalls brillierte.
Einen kleinen Schreckmoment erlebte Zick in seinem ersten Aufschlagspiel, als er seinen Gegner nach einer schnellen 40:0-Führung mit zwei Doppelfehlern ins Spiel zurückkehren ließ und sich sogar noch einer Break-Chance gegenübersah, diese aber abwehren konnte. Im weiteren Verlauf lieferte der Teenager, ebenso wie sein 26-jähriger Gegner, souveräne Aufschlagspiele ab, ehe er sich beim Stand von 6:5 mit aggressiven Returns zwei laufende Satzbälle erspielen konnte. Diese wehrte De Jonge jedoch mit zwei Assen in Folge ab und rettete sich anschließend in den Tiebreak. Dort packte der Niederländer mit dem ersten Mini-Break im letzten Ballwechsel durch einen Rahmentreffer seines Gegners konsequent zu und sicherte sich mit dem 7:5 im Entscheider den ersten Durchgang.
Mit dem Momentum im Rücken erhöhte De Jonge noch einmal die Qualität bei den Returns und schnappte sich im zweiten Satz das erste Aufschlagspiel seines Gegners. Als der ehemalige US-Collegespieler der Pepperdine University beim Stand von 5:3 zum Matchgewinn servierte, gestattete er dem bayerischen Youngster mit zwei Doppelfehlern in Folge noch eine Break-Möglichkeit, servierte aber anschließend den 7:6 (5), 6:3-Erfolg in 80 Minuten nach Hause. Damit durfte sich der gebürtige Vlissinger bei seinem Premierentitel im Einzel auf der ITF World Tennis Tour neben 1.944 Euro Preisgeld auch über 15 Weltranglistenpunkte freuen, die ihn im Ranking um knapp 150 Ränge auf eine Position um 750 nach vorne spülen werden. Finalist Zick verbessert sich mit den sieben Punkten um knapp 250 Ränge, mit denen er sich an die besten 1000 Spieler der Welt heranpirscht.
Im Anschluss an die Begegnung kommentierte der überglückliche Turniersieger: „Natürlich ist man vor einem ersten Endspiel immer etwas nervös, gerade wenn man gegen einen Heimfavoriten zu spielen hat. Mit dem Selbstvertrauen, das ich mir im Turnierverlauf hier holen konnte, bin ich aber gegen einen stark servierenden Spieler gut ins Match gekommen und habe nur beim letzten Aufschlagspiel etwas gewackelt. Jetzt bin ich natürlich total happy, dass ich nach meinen fünf Titeln im Doppel auch erstmals im Einzel triumphieren konnte. Das ist natürlich ein perfekter Start in die Saison, in der ich mir zum Saisonende eine Position in den 400er-Rängen zum Ziel setze.“
Hervorragendes Pflaster für deutsche Nachwuchsprofis
Auch wenn die Serie der deutschen Sieger in Cadolzburg nach dem Titelgewinn von TennisBase-Profi Daniel Masur bei der Premierenausgabe und dem Heimtriumph des Nürnbergers Justin Engel im Vorjahr keine Fortsetzung fand, kann aus DTB-Sicht ein absolut positives Fazit gezogen werden. Neben dem furiosen Finallauf des Qualifikanten Zick begeisterte auch der BTV-Teenager Vincent Reisach aus Plattling, der auf dem Weg ins Viertelfinale sogar den topgesetzten Berliner Nino Ehrenschneider aus dem Turnier nehmen konnte. Zudem konnten auch Junioren-Champ Max Schönhaus, DTB-Youngster Marc Majdandzic und der fränkische Lokalmatador Yannik Kelm aus Burgoberbach wichtige Siege für die Weltrangliste einfahren.
Positives Fazit bei der Siegerehrung
Im Anschluss an das Finale fand auf dem Showcourt die Siegerehrung statt, bei der Turnierdirektor Christoph Poehlmann das gesamte Turnier-Team und die Gastgeber vom Tennis-Center Schwadermühle für ihren Einsatz bei der rundum gelungenen Drittausgabe der Cadolzburg Open würdigte. Bei den zahlreichen Zuschauern bedankte sich auch Franz Forman als stellvertretender Landrat und stellte die große Bedeutung der Austragung eines solchen Turniers im Landkreis Fürth heraus. Zuletzt dankte auch Christian Wenning als Vizepräsident des Bayerischen Tennis-Verbands den Sponsoren und Partnern, ohne die ein internationales Turnier in dieser Größenordnung nicht möglich wäre.
Ergebnis Finale Einzel:
Daniel De Jonge (NED) - Sydney Zick (TVN) 7:6 (5), 6:3
News vom 17.01.
Qualifikant Zick greift bei den Cadolzburg Open nach dem Premierentitel
Am Samstag wurden bei der dritten Ausgabe der Cadolzburg Open, die mit 15.000 US-Dollar dotiert sind, die Halbfinals im Einzel und das Finale im Doppel ausgetragen. Dabei setzte der Dachauer Qualifikant Sydney Zick mit einen Dreisatz-Erfolg im Halbfinale gegen den Polen Karol Filar seinen Traumlauf fort und peilt im morgigen Endspiel ab 11 Uhr gegen Daniel De Jonge seinen ersten Einzel-Titel auf der ITF World Tennis Tour an. Im Doppel verpasste der Niederländer an der Seite des US-Amerikaners Billy Suarez den Doppeltitel denkbar knapp und musste die Siegestrophäe nach einem Match-Tiebreak-Krimi dem lettisch/polnischen Duo Karlis Ozolins und Piotr Pawlak überlassen.
Sydney Zick
In seinem sechsten Einzel-Match im Tennis-Center Schwadermühle, nach erfolgreicher Qualifikation, sah sich der Dachauer Sydney Zick in seinem ersten Halbfinale auf der ITF World Tennis Tour dem Polen Karol Filar gegenüber. Dabei hatte der 19-Jährige in seinem ersten Aufschlagspiel einen kleinen Schreckmoment zu überstehen, konnte aber den ersten Breakball seines Gegners abwehren. Im weiteren Verlauf agierte der Teenager komplett auf Augenhöhe und erspielte sich seinerseits eine Möglichkeit zum Break, konnte diese aber ebenfalls nicht verwerten, weshalb der Tiebreak die Entscheidung bringen musste. Dort startete Zick mit einer schnellen 4:0-Führung und konnte diese zum Gewinn des ersten Durchgangs transportieren.
Auch im zweiten Satz schien Zick weiterhin am Drücker und erspielte sich die erste Breakchance, musste diese aber erneut verstreichen lassen und verlor anschließend etwas den Faden. Diese Gelegenheit ließ sich der 27-jährige Filar nicht entgehen und spielte sich solide zum Satzausgleich. Im dritten Durchgang jedoch übernahm Zick wieder das Ruder und nahm seinem Gegner mit aggressiven Returns zweimal in Folge den Aufschlag ab. Mit einem Service-Winner bei zweitem Aufschlag fixierte der Spieler des Oberhausener THC den 7:6 (5), 3:6, 6:1-Erfolg nach 1:46 Stunden.
Nach der Begegnung resümierte der glückliche Sieger: „Wir haben beide stark aufgeschlagen, jedoch beim Return etwas inkonstant agiert. Von der Grundlinie habe ich mich eigentlich immer etwas überlegen gefühlt, aber gegen so einen erfahrenen Spieler wie ihn mit so viel Ruhe im Spiel ist es immer schwer. Gegen Ende konnte ich dann meine Qualität beim Return noch einmal richtig steigern und mir so den Sieg holen.“
De Jonge triumphiert gegen Poulsen im Duell der „Hard Hitter“
Die erwartet kurzen Ballwechsel bekamen die Zuschauer im ersten Halbfinale auf dem Show-Court zwischen dem Niederländer Daniel De Jonge und Davis-Cup-Spieler Oskar Poulsen aus Dänemark geboten. Von Beginn an feuerten die beiden Protagonisten ein wahres Feuerwerk an krachenden Aufschlägen und kompromisslosen Grundschlägen ab. Dennoch war der 26-jährige De Jonge von Beginn an mehr am Drücker und erspielte sich im ersten Satz insgesamt sechs Break-Möglichkeiten, konnte diese aber nicht nutzen und musste den Gang in den Tiebreak antreten. Doch auch dort bestimmte er von Beginn an das Geschehen und servierte die schnelle 4:0-Führung souverän zum Gewinn des ersten Durchgangs nach Hause.
Auch im zweiten Satz ließ De Jonge bei eigenem Service nichts anbrennen und übte auch bei den Aufschlagspielen des 24-jährigen Poulsen weiterhin viel Druck aus. Dennoch sollte es bis zu seiner fünften Möglichkeit im Durchgang dauern, ehe er mit einem vor die Füße seines Gegners gespielten Return das ersehnte Break und damit den 7:6 (3), 6:4-Erfolg nach 1:43 Stunden zum Erreichen seines ersten Einzel-Endspiels auf der ITF World Tennis Tour besiegeln konnte.
Im Anschluss an das Match kommentierte der ehemalige College-Spieler der Pepperdine University: „Auch wenn es nicht viele Turniere auf Teppich-Belag gibt, konnte ich schon einige Erfahrungen bei Ligaspielen in Deutschland sammeln und fühle mich darauf auch sehr wohl. Ich habe heute sehr gut aufgeschlagen und auch die Rallyes danach sehr gut gestaltet, weshalb ich bei seinen Aufschlagspielen weniger Druck gespürt habe. Aufgrund seiner Resultate in der vergangenen Woche und seinen souveränen Auftritten hier wusste ich schon, dass Oskar ein richtig guter Spieler ist. Umso wichtiger war es für mich, dass ich das Match doch noch mit einem Break vorzeitig zu Ende bringen konnte.“
De Jonge lässt erste Titelchance liegen
Im Doppel-Wettbewerb musste Einzelfinalist De Jonge im Anschluss an das Endspiel mit der kleineren Trophäe begnügen. An der Seite des US-Amerikaners Billy Suarez bestimmte der Niederländer gegen Karlis Ozolins und Piotr Pawlak zu Beginn das Geschehen in Form eines deutlichen Satzgewinns. Im zweiten Durchgang steigerte sich die lettisch/polnische Paarung zusehends, musste aber gegen Satzende zwei Matchbälle abwehren, bevor im Tiebreak der Satzausgleich gelingen konnte. Auch im entscheidenden Match-Tiebreak hatten Ozolins/Pawlak das Momentum auf ihrer Seite und triumphierten nach 94 Minuten mit 2:6, 7:6 (6), 11:9.
Ausblick
Als Schlussakt der Cadolzburg Open 2026 steht am Sonntag das Finale im Einzel zwischen dem Dachauer Sydney Zick und Daniel De Jonge auf dem Programm. Spielbeginn im Tennis-Center Schwadermühle ist um 11 Uhr.
News vom 16.01.
Qualifikant Zick rauscht bei den Cadolzburg Open ins Halbfinale
Am Freitag wurden bei der dritten Auflage der Cadolzburg Open, die mit 15.000 US-Dollar dotiert sind, die Viertelfinals im Einzel und die Halbfinals im Doppel ausgetragen. Einen begeisternden Auftritt lieferte dabei der Dachauer Sydney Zick bei seinem souveränen Zweisatz-Erfolg gegen den Schweden Nikola Slavic ab, der ihm seine erste Halbfinal-Teilnahme auf der ITF World Tennis Tour beschert.
Sydney Zick
Weiterhin nicht zu stoppen ist in Cadolzburg der Dachauer Sydney Zick, der im Viertelfinale nach erfolgreicher Qualifikation und seinen beiden Auftakt-Erfolgen im Hauptfeld seine bereits fünfte Partie im Tennis-Center Schwadermühle zu bestreiten hatte. Gegen den Schweden Nikola Slavic legte der 19-Jährige einen Blitzstart auf den Court und sicherte sich die ersten drei Spiele. Zwar stabilisierte sich sein 25-jähriger Gegner etwas, konnte aber den souveränen Satzgewinn des bayerischen Teenagers, der häufig den Weg ans Netz suchte, nicht verhindern.
Auch im zweiten Durchgang dominierte Zick mit seinem variablen Spiel weiterhin das Geschehen und war nach einem erneut frühen Break nicht mehr vom Siegeskurs abzubringen. Mit einem Aufschlag-Winner besiegelte der Spieler des Oberhausener THC den 6:3, 6:4-Erfolg nach 91 Minuten und fixierte damit seine erste Halbfinal-Teilnahme auf der ITF World Tennis Tour.
Im Anschluss an die Begegnung kommentierte der zufriedene Sieger: „Heute habe ich sehr stabil gespielt und von Beginn an selbst in der Hand gehabt, was auf dem Platz passiert. Ich schaue im Vorfeld nicht so sehr auf meinen Gegner, sondern konzentriere mich selbst auf eine gute Vorbereitung. Wenn ich dann meine Leistung abrufe und so gut spiele, kann ich gerade auf diesem Belag hier für jeden gefährlich werden.“
Schönhaus unterliegt dänischem Davis-Cup-Spieler trotz Punktsieg
Eine schwere Nuss zu knacken hatte der Sauerländer Max Schönhaus auf dem schnellen Teppichbelag mit dem Dänen Oskar Poulsen, der in Cadolzburg bislang mit wuchtigen Aufschlägen und druckvollen Grundschlägen überzeugte. Doch der 18-jährige DTB-Spieler zeigte von Beginn an ebenfalls überzeugende Aufschlagspiele und konnte das Geschehen offenhalten. Beim Stand von 4:4 erkämpfte sich der 24-jährige Poulsen die einzige Break-Möglichkeit im gesamten Satz, verwertete diese mit einem erfolgreichen Rückhand-Passierball und servierte anschließend den ersten Durchgang sicher nach Hause.
Auch der zweite Satz verlief auf Augenhöhe, jedoch war es diesmal Schönhaus, der gegen Satzende am Drücker war. Zwar musste er im achten Spiel noch zwei laufende Break-Möglichkeiten verstreichen lassen, packte dann aber beim Stand von 6:5 konsequent zum Satzgleichstand zu. Im Entscheidungsdurchgang hatte jedoch der dänische Davis-Cup-Spieler wieder das Momentum auf seiner Seite, schnappte sich in der Satzmitte das entscheidende Break und fixierte standesgemäß mit seinem 17. Ass den 6:4, 5:7, 6:4-Erfolg nach 1:50 Stunden, bei dem Schönhaus in der Endabrechnung sogar ein Punktgewinn mehr gelang als seinem Gegner. Im Halbfinale trifft Poulsen auf den Niederländer Daniel de Jonge, der sich im letzten Match des Tages auf dem Show-Court mit 5:7, 6:3, 6:2 gegen den an Nr. 4 gesetzten Franzosen Loann Massard behaupten konnte.
Reisach muss sich polnischem Routinier beugen
Nach seinem sensationellen Erfolg gegen den topgesetzten Berliner Nino Ehrenschneider sah sich der Plattlinger Vincent Reisach dem an Position 7 geführten Karol Filar gegenüber. Dabei spielte der 27-jährige Pole von Beginn an seine ganze Erfahrung aus, verteilte die Bälle geschickt und ließ den bayerischen Teenager nicht so richtig zur Entfaltung kommen. Zwar erkämpfte sich der 16-jährige Reisach im Anschluss an seinen frühen Aufschlagverlust eine Chance zum Re-Break, konnte diese aber nicht nutzen und musste im weiteren Verlauf den ersten Satz abgeben.
Auch im zweiten Satz spielte der polnische Routinier, der im vergangenen Jahr seine ersten beiden ITF-Titel einfahren konnte, sein Spiel weiter solide runter. Zwar warf der BTV-Youngster weiterhin alles in die Waagschale und setzte weiterhin punktuelle Highlights in Form von krachenden Gewinnschlägen. Dennoch ließ sich Filar nicht mehr vom siegreichen Weg abbringen, besiegelte mit einem Vorhand-Winner die Linie entlang den 6:3, 6:4-Erfolg nach 74 Minuten und buchte damit seinen Platz im Halbfinale, in dem er auf den Dachauer Sydney Zick treffen wird.
Ausblick
Fortgesetzt werden die Cadolzburg Open am Samstag mit den Halbfinal-Begegnungen im Einzel und dem Endspiel im Doppel. Dabei startet ab 12 Uhr das erste Halbfinale im Einzel zwischen dem Dänen Oskar Poulsen und Daniel de Jonge aus den Niederlanden, gefolgt von der Auseinandersetzung zwischen dem Dachauer Sydney Zick und dem Polen Karol Filar. Im letzten Match des Tages auf dem Show-Court, das nicht vor 15 Uhr beginnen wird, werden im Tennis-Center Schwadermühle die ersten Trophäen im Endspiel des Doppel-Wettbewerbs vergeben, in dem die polnisch/lettische Paarung mit Piotr Pawlak und Karlis Ozolins dem niederländisch/US-amerikanischen Duo mit Daniel de Jonge und Billy Suarez gegenüberstehen wird.
News vom 15.01.
BTV-Teenager Reisach stürzt Top-Favorit Ehrenschneider im Matchball-Krimi bei den Cadolzburg Open
Am Donnerstag wurden bei der zweiten Ausgabe der Cadolzburg Open, die mit 15.000 US-Dollar dotiert sind, die Achtelfinals im Einzel und die Viertelfinals im Doppel ausgetragen, wobei die bayerischen Spieler für die Highlights des Tages sorgten. Nach dem hartumkämpften Dreisatz-Erfolg des Dachauers Sydney Zick im Duell der DTB-Youngster gegen Marc Majdandzic triumphierte BTV-Teenager Vincent Reisach beim ITF-Weltranglistenturnier der Kategorie M15 nach Abwehr von zwei Matchbällen gegen den topgesetzten Berliner Nino Ehrenschneider.
Vincent Reisach
Nach seinem Auftakt-Erfolg im Duell der BTV-Youngster gegen Ben Ostheimer, der ihm den ersten Weltranglistenpunkt im ATP-Ranking bescherte, stand der Plattlinger Vincent Reisach in seinem Achtelfinale mit dem topgesetzten Nino Ehrenschneider vor der höchstmöglichen Hürde. Zu Beginn hatte es den Anschein, dass der Favorit aus Berlin seiner Favoritenrolle klar gerecht werden sollte, indem er sich einen schnellen 4:1-Vorsprung erspielte. Im weiteren Verlauf fand Reisach jedoch zu seinem aggressiven Spiel, fackelte ein wahres Feuerwerk an Gewinnschlägen ab und kämpfte sich zurück bis in den Tiebreak. Auch dort hatte der 16-Jährige das Momentum auf seiner Seite und konnte sich noch den ersten Satz sichern.
Auch im zweiten Durchgang erwischte der 24-jährige Ehrenschneider den besseren Start und konnte diesmal den Vorsprung souverän zum Satzausgleich transportieren. Im dritten Durchgang agierten beide Spieler auf Augenhöhe, weshalb sich die Partie gegen Ende zu einem wahren Krimi entwickelte. Nachdem Ehrenschneider beim Stand von 5:6 einen Matchball mit seinem gefürchteten Linkshänder-Service nach außen abwehren konnte, sollte erneut der Tiebreak die Entscheidung bringen. Dort hatte der ehemalige College-Spieler die erste Möglichkeit zur Beendigung des Matches, musste aber diese verstreichen lassen und zum Abschluss beim zweiten Matchball seines Gegners einen unerreichbaren Netzroller zur finalen 6:7 (6), 6:2, 6:7 (7)-Niederlage nach 2:36 Stunden hinnehmen.
Überglücklich resümierte der DTB-Kaderspieler nach seinem sensationellen Erfolg: „Zum Glück konnte ich heute völlig locker aufspielen, da die Favoritenrolle eindeutig bei meinem Gegner lag. Während er aus meiner Sicht etwas besser serviert hat, hatte ich mehr Vorteile bei den Grundschlägen und konnte da immer Druck machen. Gegen Linkshänder spiele ich eigentlich nicht sehr gerne und habe mich zu Beginn auch ziemlich schwergetan. Im weiteren Verlauf habe ich mich aber immer besser reingefunden und konnte das Match am Ende mit der kleinen Prise Glück für mich entscheiden.“
Qualifikant Zick triumphiert im Duell der DTB-Youngster gegen Majdandzic
Nach erfolgreicher Qualifikation und dem Dreisatzerfolg gegen den an Nr. 3 gesetzten Tschechen Matthew William Donald sah sich der Dachauer Zick heute im Achtelfinale Marc Majdandzic aus Bad Oyenhausen, der in seiner Juniorenzeit den Deutschen Tennis-Bund auf Grand-Slam-Ebene repräsentierte. Von Beginn an entwickelte sich ein temporeicher Schlagabtausch, in dem der 19-jährige Zick an seine bisherigen Leistungen im Tennis-Center Schwadermühle anknüpfte und den Gewinn des ersten Durchgangs mit dem entscheidenden Break im letzten Spiel eintüten konnte.
Im zweiten Satz steigerte sich der 20-jährige Majdandzic zusehends und konnte diesmal nicht nur all seine Aufschlagspiel halten, sondern hatte im Tiebreak auch das Momentum auf seiner Seite, in dem er seinem Gegner nicht einen einzigen Punkt überließ. Auch im Entscheidungs-Durchgang gaben sich beide Protagonisten bei eigenem Service keine Blöße und gestatteten ihrem jeweiligen Gegenüber keine Break-Chance, weshalb erneut der Tiebreak die Entscheidung bringen musste. Dort hatte diesmal Zick das bessere Ende für sich und besiegelte mit seinem ersten Matchball den 6:4, 6:7 (0), 7:6 (5)-Triumph nach knapp zwei Stunden.
Im Anschluss an die Begegnung kommentierte der Teenager: „Ich wusste natürlich schon, dass Marc ein richtig guter Spieler ist, da ich im letzten Jahr in der Qualifikation der TennisBase Open in Oberhaching knapp im Match-Tiebreak gegen ihn verloren hatte. Heute war es wichtig, dass ich beim Aufschlag komplett stabil geblieben bin und seine beste Phase gegen Ende des zweiten Satzes und zu Beginn des dritten Durchgangs gut überstehen konnte. Zudem kommt mir der Teppichbelag sehr entgegen, da ich dort meine Beweglichkeit gut ausspielen kann und zudem schwierige Situationen gut antizipieren und lösen kann. Deshalb freue ich mich natürlich riesig, dass heute ich mit dem Sieg dran war.“
Junioren-Champ Schönhaus weist Doppelpartner Petak in die Schranken
Nach seinem hartumkämpften Dreisatz-Erfolg gegen den Letten Karlis Ozolins bekam es der Sauerländer Max Schönhaus in seinem Achtelfinale mit dem Tschechen Denis Petak zu tun, mit dem er bei den Cadolzburg Open im Doppel-Wettbewerb antritt. Dabei startete der 18-Jährige DTB-Spieler furios und dominierte den ersten Durchgang mit seinem variablen Spiel komplett.
Im zweiten Satz sah sich Petak im dritten Spiel erneut zwei Breakbällen gegenüber, konnte diese aber abwehren und stabilisierte sich in der Folge bei eigenem Service zum Erreichen des Tiebreaks. Dort jedoch erspielte sich der an Position 6 geführte Schönhaus eine schnelle 3:0-Führung und brachte den Vorsprung zum finalen 6:2, 7:6 (4) nach 82 Minuten sicher ins Ziel.
Lokalmatador Kelm scheitert am Funk-Bezwinger
Eine schwere Aufgabe kam auf den fränkischen Lokalmatador Yannik Kelm nach seinem Auftakt-Erfolg gegen den Tschechen Matyas Cerny mit dem an Nr. 4 gesetzten Loann Massard zu, der gestern den Vorjahreshalbfinalisten Aaron Funk aus Renningen aus dem Turnier nehmen konnte. Zwar startete der der 20-Jährige aus Burgoberbach absolut auf Augenhöhe, ehe sich sein französischer Gegner mit einem Schlussspurt in Form von drei Spielen es suite den ersten Durchgang sichern konnte. Mit dem Momentum im Rücken übernahm der gleichaltrige Massard komplett das Zepter der Partie und besiegelte mit einem weiteren Break zum Abschluss 6:3, 6:1-Erfolg nach 77 Minuten.
Wessels und Müller verpassen das Viertelfinale
Ihrer internationalen Konkurrenz den Vorrang lassen mussten der Ostwestfale Louis Wessels und Calvin Müller aus Hessen. Gegen den Schweden Nikola Slavic erwischte der 27-jährige Wessels einen Fehlstart, indem er sein erstes Aufschlagspiel ohne Punktgewinn, und daraus resultierend auch den ersten Durchgang abgeben musste. Zwar fand die Nr. 5 des Turniers im Anschluss seinen Rhythmus bei eigenem Aufschlag, musste sich aber dennoch mit 4:6, 6:7 (6) beugen. Dem mehr als dreistündigen Matchball-Thriller, in dem er sich gestern gegen den United-Cup Sieger Kai Wehnelt behaupten konnte, musste Müller heute etwas Tribut zollen. Gegen den Niederländer Daniel de Jonge musste der 25-Jährige jeweils in der Satzmitte sein Service entscheidend abgeben und seinem 26-jährigen Gegner nach 79 Minuten zum 6:4, 6:4-Erfolg gratulieren.
Ausblick
Fortgesetzt werden die Cadolzburg Open am Freitag mit den Viertelfinal-Begegnungen im Einzel und den Halbfinals im Doppel. Den Auftakt im Tennis-Center Schwadermühle bestreitet ab 13 Uhr Junioren-Champ Max Schönhaus gegen den dänischen Davis-Cup-Spieler Oskar Poulsen, während zeitgleich der Dachauer Sydney Zick den Schweden Nikola Slavic fordert. Im zweiten Match des Tages auf dem Show-Court sieht sich BTV-Teenager Vincent Reisach dem an Position 7 geführten Polen Karol Filar gegenüber.
News vom 14.01.
Calvin Müller triumphiert in Cadolzburg im Matchball-Thriller gegen United-Cup-Sieger Wehnelt
Am Mittwoch wurden bei der dritten Auflage der Cadolzburg Open, die mit 15.000 US-Dollar dotiert sind, die restlichen Erstrunden-Matches im Einzel und Doppel ausgetragen.
Dabei bekamen die Zuschauer im Tennis-Center Schwadermühle einen mehr als dreistündigen Thriller geboten, in dem der der Hesse Calvin Müller beim ITF-Weltranglistenturnier den United-Cup Sieger Kai Wehnelt aus Berlin nach abgewehrtem Matchball noch niederringen konnte.
Der Auftakt auf dem Show-Court war heute dem an Position 8 geführten Kai Wehnelt vorbehalten, der 2024 im siegreichen DTB-Team beim United Cup in Australien um Alexander Zverev und Angelique Kerber stand. Doch die Aufgabe für den Berliner gestaltete sich alles andere als einfach, schließlich konnte sein Gegner, Calvin Müller aus Bruchköbel, seinen bislang einzigen ITF-Titel im französischen Forbach auf dem in Cadolzburg bespielten Teppichbelag erringen.
Und von Beginn entwickelte sich ein hochklassiger und dramatischer Thriller, der die Zuschauer mehr als drei Stunden in den Bann ziehen sollte. Zu Beginn erwischte der 25-jährige Müller mit seinen druckvollen Schlägen den besseren Start und servierte eine schnelle 3:0-Führung souverän zum Gewinn des ersten Durchgangs nach Hause.
Im weiteren Matchverlauf fand Wehnelt immer besser zu seinem variablen Spiel und agierte fortan auf Augenhöhe. Ohne Aufschlagverluste ging es im zweiten Satz in den Tiebreak, in dem der 30-Jährige seinem Gegner keinen Matchball gestattete und seinen sechsten Satzball gewinnbringend verwerten konnte. Auch im dritten Durchgang gaben sich beide Protagonisten bei eigenem Service keine Blöße, weshalb erneut der Tiebreak die Entscheidung bringen musste. Dort erspielte sich Wehnelt eine schnelle 5:2-Führung, konnte im weiteren Verlauf aber einen Matchball nicht verwandeln und musste seinem Gegenüber nach dessen vierten Möglichkeit zum finalen 6:3, 6:7 (9), 7:6 (9)-Erfolg gratulieren.
Nach der Begegnung kommentierte der überglückliche Sieger: „Das Match war unfassbar ausgeglichen, weshalb es am Ende in beide Richtungen hätte ausgehen können. Obwohl ich mich nicht gerade als großen Aufschläger sehe, fühle ich mich auf Teppich richtig wohl und freue mich sehr, dass ich auch heute so ein starkes Level auf den Court bringen konnte.“
Wessels kann Satzverlust gegen Hoffmann verhindern
Ein rein deutsches Auftakt-Duell bescherte die Auslosung dem Ostwestfalen Louis Wessels, der den deutschen Tennis Bund in seiner Juniorenzeit mehrfach auf Grand-Slam-Ebene repräsentierte. Gegen den badischen Qualifikanten Moritz Hoffmann überzeugte der 27-Jährige zu Beginn mit starkem Service und druckvollen Grundschlägen, was sich im deutlichen Gewinn des ersten Durchgangs widerspiegelte. Im weiteren Verlauf fand der 24-jährige Hoffmann mit seiner Variabilität immer besser ins Spiel und konnte die Entscheidung im zweiten Durchgang in den Tiebreak verlegen. Dort erspielte sich der ehemalige College-Spieler zwei laufende Möglichkeiten zum Satzgleichstand, musste sich aber letztlich nach vier Punktgewinnen in Folge für die Nr. 5 des Turniers nach 79 Minuten mit 1:6, 6:7 (6) beugen.
Vorjahres-Halbfinalist Funk unterliegt nach 3-Satz-Krimi
An seine Erfolge in Cadolzburg anknüpfen wollte der Renninger Aaron Funk, der im vergangenen Jahr das Halbfinale erreichte und sich dort nur dem späteren Sieger Justin Engel geschlagen geben musste. Und auch gegen den an Nr. 4 gesetzten Loann Massard überzeugte der 19-Jährige mit seinen temporeichen Schlägen. Nach knapp verlorenem ersten Durchgang drehte der Spieler des TA SV Böblingen richtig auf und konnte im Eiltempo den Satzgleichstand herstellen. Im Entscheidungs-Durchgang gaben sich beide Spieler bei eigenem Aufschlag keine Blöße und gestatteten ihrem jeweiligen Gegenüber keine einzige Break-Möglichkeit, weshalb der Tiebreak über den Ausgang des Matches entscheiden musste. Dort hatte der Franzose das Momentum auf seiner Seite und fixierte bei seinem ersten Matchball den 6:4, 1:6, 7:6 (4)-Sieg nach 2:11 Stunden.
Gemischte Bilanz für die Davis-Cup-Spieler
Insgesamt drei Spieler durfte das Publikum im Tennis-Center Schwadermühle unter die Lupe nehmen, die im Februar ihre Nationen im Davis-Cup repräsentieren werden. So wurde der Luxemburger Alex Knaff heute vom hessischen Wildcard-Spieler Arian Barbic gefordert, der eine couragierte Talentprobe ablieferte. Mit starken Aufschlägen agierte der 17-jährige Teenager gegen den 28-jährigen Knaff lange auf Augenhöhe, musste aber bei der 6:7 (4), 3:6-Niederlage der größeren Erfahrung seines Gegners Tribut zollen.
Auch der Däne Oskar Poulsen, der nach der Achillessehnen-Verletzung des Top-Spielers Holger Rune für sein Land nominiert wurde, feierte einen gelungenen Start beim ITF-Weltranglistenturnier der Kategorie M15. Gegen den Hessen Niklas Schell erwischte der 23-Jährige einen Blitzstart in Form einer schnellen 3:0-Führung, die er zum Gewinn des ersten Durchgangs transportieren konnte. Im zweiten Satz konnte der 27-jährige Schell die Begegnung lange offenhalten, ehe Poulson mit zwei in Folge gewonnener Spiele den finalen 6:3, 7:5-Endstand nach 94 Minuten herstellen konnte.
Eine missglückte Generalprobe für die Davis-Cup-Begegnung seines syrischen Teams in Irland musste dagegen Hazem Naw hinnehmen, der seit einigen Jahren in Köln beheimatet ist. Gegen den Schweden Nikola Slavic hielt der 26-Jährige das Geschehen zwar lange Zeit offen, musste jedoch in beiden Sätzen jeweils in der Endphase seinem 25-jährigen Gegner das Momentum zu dessen 7:5, 7:6-Erfolg nach knapp zwei Stunden überlassen.
Ausblick
Fortgesetzt werden die Cadolzburg Open am Donnerstag mit den Achtelfinals im Einzel und den Viertelfinals im Doppel. Den Auftakt der drei bayerischen Youngster auf dem Show-Court macht dabei der Dachauer Sydney Zick im DTB-Duell gegen Marc Majdandzic aus Bad Oyenhausen, gefolgt vom fränkischen Lokalmatadoren Yannik Kelm aus Burgoberbach, der sich dem Fransosen Loann Massard gegenübersieht. Im letzten Einzel des Tages, nicht vor 15 Uhr, fordert der Plattlinger Vincent Reisach in einer weiteren rein deutschen Auseinandersetzung den topgesetzten Berliner Nino Ehrenschneider. Spielbeginn im Tennis-Center Schwadermühle ist um 11 Uhr.
News vom 13.01.
Reisach siegt bei den Cadolzburg Open gegen Ostheimer im Duell der BTV-Youngster
Am Dienstag wurden bei den Cadolzburg Open die ersten Hauptfeld-Matches im Einzel und Doppel ausgetragen. Neben Vincent Reisach, der sich Duell der BTV-Youngster gegen Ben Ostheimer in zwei Sätzen behaupten konnte, fixierten fünf weitere deutsche Einzel-Spieler den Sprung ins Achtelfinale und sorgten damit am heutigen Tag für die Maximalausbeute aus DTB-Sicht beim mit 15.000 US-Dollar dotierten ITF-Weltranglistenturnier.
Im letzten Match des Tages auf dem Show-Court standen sich die beiden BTV-Talente Vincent Reisach aus Plattling und der Aschaffenburger Ben Ostheimer gegenüber. Beide Spieler starteten etwas nervös und mussten ihr erstes Aufschlagspiel abgeben. Im weiteren Verlauf fanden die beiden Protagonisten besser zu ihrem Spiel und boten den Zuschauern intensive Rallyes von der Grundlinie. Gegen Satzende agierte der 16-jährige Reisach mit seinen variablen Aufschlägen und seinen druckvollen Grundschlägen deutlich konstanter und belohnte sich mit dem Gewinn des ersten Durchgangs.
Auch der zweite Satz startete auf Augenhöhe, ehe Reisach ab Satzmitte die Zügel anziehen und sich mit vier Spielgewinnen in Folge von seinem 18-jährigen Gegner entscheidend absetzen konnte. Mit einem Aufschlag-Winner fixierte der Junioren-Davis-Cup-Spieler den 6:4, 6:2-Erfolg nach 89 Minuten und feierte damit nicht nur seinen ersten Sieg im Hauptfeld eines ITF-Turniers, sondern auch seinen ersten Punkt im ATP-Ranking.
Nach der Partie resümierte der überglückliche Sieger: „Das Ergebnis sieht wesentlich deutlicher aus als der Spielverlauf, da man auf Teppich nur sehr wenige Möglichkeiten zum Break bekommt. Ich habe mich dabei sehr auf meinen Aufschlag fokussiert. Obwohl ich heute erstmals ein offizielles Match gegen Ben bestritten habe, kannte ich ihn bereits von einigen Trainings. Umso glücklicher bin ich, dass ich mit dem heutigen Sieg meinen ersten Weltranglistenpunkt einfahren konnte.“
Junioren-Champ Schönhaus beißt sich durch
Eine kämpferisch vorbildliche Leistung zeigte Max Schönhaus, der sich gegen Ende der vergangenen Spielzeit den Titel bei den ITF World Tennis Tour Junior Finals der acht weltbesten Jugendspieler sichern konnte, in seiner Auftaktpartie gegen Karlis Ozolins, der es in seiner Juniorenzeit bis auf Platz 6 in der Weltrangliste brachte. Nach einem Blitzstart des Sauerländers mit sieben in Folge gewonnenen Punkten fand sein aufschlagstarker Gegner seinen Rhythmus bei eigenem Service und konnte nicht nur die drei laufenden Break-Möglichkeiten abwehren, sondern auch all seine Aufschlagspiele im ersten Durchgang halten. Auch im Tiebreak hatte der Lette das Momentum auf seiner Seite und sicherte sich dort mit 7:4 den Gewinn des ersten Durchgangs.
Im zweiten Satz konnte der 18-jährige Schönhaus seine Qualität beim Return weiter steigern und servierte den Satzausgleich nach dem entscheidenden Break im fünften Spiel souverän nach Hause. Keine Blöße gaben sich beide Protagonisten im finalen Durchgang bei eigenem Aufschlag, weshalb ein weiterer Tiebreak die Entscheidung bringen musste. Dort war der DTB-Kaderspieler auf dem Punkt zur Stelle, überließ seinem 23-jährigen Gegenüber keinen einzigen Punktgewinn und triumphierte mit einem Ass nach knapp zweieinhalb Stunden mit 6:7 (4), 6:4, 7:6 (0). Im Achtelfinale sieht sich Schönhaus dem tschechischen Qualifikanten Denis Petak gegenüber, der sich in zwei Durchgängen gegen den Franzosen Matt Ponchet behaupten konnte.
Im Anschluss an die Begegnung kommentierte der zufriedene Sieger: „Es war heute eine unheimlich schwere Partie. Mein Gegner hat unglaublich serviert und ich habe im gesamten Match 28 Asse gefangen. Dennoch bin ich mental immer bei mir geblieben, konnte seine Aufschläge immer besser lesen und die Begegnung doch noch für mich entscheiden.“
Qualifikant Zick weiter auf Erfolgskurs, Lokalmatador Kelm souverän
Mit Yannik Kelm aus Burgoberbach und dem Dachauer Sydney Zick lieferten zwei weitere bayerische Spieler starke Auftritte ab. Infolge seiner erfolgreichen Qualifikation bekam es der 19-jährige Zick mit dem an Position 3 geführten Tschechen Matthew William Donald zu tun. Nach dominantem Start, der sich im deutlichen Gewinn des ersten Durchgangs widerspiegelte, ließ der Spieler des Oberhausener THC seinen Gegner mit dem Satzausgleich noch einmal zurückkehren, übernahm dann aber wieder Kontrolle über die Partie und besiegelte mit einem Break zum Abschluss den 6:2, 4:6, 6:2-Erfolg nach 2:14 Stunden.
Dominierend startete der 20-jährige Kelm in seine Begegnung gegen den Tschechen Matyas Cerny. Nach einer schnellen 2:0-Führung konnte der fränkische Lokalmatador all seine Aufschlagspiele im ersten Durchgang halten und diesen damit zu seinen Gunsten entscheiden. Im zweiten Satz mussten beide Protagonisten ihr erstes Aufschlagspiel abgeben, stabilisierten sich jedoch anschließend wieder bei eigenem Service. In der Endphase legte Kelm wieder eine Schippe drauf und besiegelte im Anschluss an das vorentscheidende Break den souveränen 6:4, 6:4-Erfolg nach 1:39 Stunden.
Top-Favorit Ehrenschneider verhindert Satzverlust, Majdandzic mit Comeback-Sieg
Mit einem Zweisatz-Erfolg gegen den Reutlinger Christian Wedel ist der topgesetzte Nino Ehrenschneider ins Turnier gestartet. Im hartumkämpften ersten Durchgang dominierte der Berliner den Tiebreak komplett und ließ seinen 25-jährigen Gegner dort nicht einmal anschreiben. Im weiteren Verlauf kontrollierte der 24-jährige Ehrenschneider die Partie komplett und siegte nach 83 Minuten im Duell der ehemaligen College-Spieler mit 7:6 (0), 6:1. Im Achtelfinale wird Ehrenschneider in der rein deutschen Auseinandersetzung von BTV-Youngster Vincent Reisach gefordert.
Starke Nehmerqualitäten demonstrierte Marc Majdandzic aus Bad Oyenhausen, der den Deutschen Tennis Bund in seiner Juniorenzeit auf Grand-Slam-Ebene repräsentierte. Nachdem der 20-jährige den ersten Durchgang gegen den Niederländer Mac Visser nach einer 5:0-Führung im Tiebreak mit sieben in Folge verlorener Punkte noch dramatisch abgeben musste, übernahm der Spieler des Rochusclub Düsseldorf mit seinem kompletten Schlagrepertoire immer mehr das Zepter in der Partie und besiegelte mit einem Aufschlag-Winner den 6:7 (5), 6:1, 6:3-Comeback-Erfolg nach knapp zwei Stunden. In der Runde der letzten 16 sieht sich Majdandzic im DTB-Duell dem bayerischen Qualifikanten Sydney Zick gegenüber.
Ausblick
Fortgesetzt werden die Cadolzburg Open am Mittwoch mit den restlichen acht Erstrunden-Begegnungen im Einzel und drei Achtelfinals im Doppel. Den Auftakt auf dem Show-Court bestreitet dabei der United-Cup-Sieger Kai Wehnelt gegen Calvin Müller aus Bruchköbel, gefolgt von der ebenfalls rein deutschen Auseinandersetzung zwischen dem Ostwestfalen Louis Wessels und dem Qualifikanten Moritz Hoffmann aus Baden. Im letzten Einzel des Tages sieht sich der Vorjahres-Halbfinalist Aaron Funk aus Renningen dem an Nr. 4 gesetzten Franzosen Loann Massard gegenüber. Spielbeginn im Tennis-Center Schwadermühle ist um 11 Uhr.
News vom 12.01.
Geburtstagskind Zick spielt sich bei den Cadolzburg Open erfolgreich ins Hauptfeld
Mit dem Qualifikations-Wettbewerb startete am Sonntag die dritte Ausgabe der Cadolzburg Open im Tennis-Center Schwadermühle. Dabei überzeugte der Dachauer Sydney Zick mit zwei Auftritten ohne Satzverlust und komplettiert damit neben Christian Wedel und Moritz Hoffmann das erfolgreiche DTB-Trio, wodurch im Hauptfeld des mit 15.000 US-Dollar dotierten Turniers der ITF Men’s World Tennis Tour im Rahmen der DTB Internationals – presented by Wilson – insgesamt 15 deutsche Spieler vertreten sein werden.
Nach seinem Zweisatz-Erfolg gegen den Burgkunstädter Julian Winter sah sich der Dachauer Sydney Zick bei den Cadolzburg Open in der Finalrunde der Qualifikation an seinem 19. Geburtstag dem US-Amerikaner Hanu Patel gegenüber. Nach ausgeglichenem Beginn übernahm Zick immer mehr das Zepter und nahm seinem 20-jährigen Gegner beim Stand von 6:5 das Service zum Gewinn des ersten Durchgangs ab. Mit dem Momentum im Rücken agierte der Spieler des Oberhausener THC weiterhin druckvoll und marschierte mit insgesamt elf servierten Assen zum finalen 7:5, 6:1-Erfolg. Im Hauptfeld bekommt es Zick mit dem an Nr. 3 gesetzten Matthew William Donald aus Tschechien zu tun.
In rein deutschen Finalrunden-Duellen schafften Christian Wedel (WTB) und Moritz Hoffmann (BAD) den Sprung ins Hauptfeld. Während sich der 25-jährige Wedel mit 6:3, 7:6 (6) gegen Oscar Moraing (TVN) behaupten konnte, behielt der 24-jährige Hoffmann gegen Jonas Pelle Hartenstein (TVBB) im hartumkämpften Aufeinandertreffen der ehemaligen College-Spieler mit 4:6, 7:6 (6), 10:6 die Oberhand.
Hein und Schmiedel verkaufen sich teuer
Nicht zum Einzug in die finale Qualifikationsrunde reichte es für die fünf Starter des Bayerischen Tennis-Verbands. Keinen Satzgewinn für sich verbuchen konnten Julian Winter (TC Grün-Weiß Bayreuth), Quirin Weber (TC Sport Scheck), Maximilian Wirth (TC Augsburg) und Noah Schmiedel (TC Bamberg), der jedoch dem Niederländer Ids Waterbolk bei der 6:7 (4), 6:7 (5)-Niederlage heftigen Widerstand leistete. Eine starke Vorstellung zeigte Lokalmatador Levi Hein (1. FC Nürnberg), der sich jedoch nach Satzführung noch Moritz Hoffmann (BAD) mit 6:4, 4:6, 2:10 geschlagen geben musste.
Auftaktduelle im Hauptfeld mit BTV-Youngster und Top-NextGen
Im Hauptfeld des mit 15.000 US-Dollar dotierten ITF-Weltranglistenturniers dürfen sich die Zuschauer in Cadolzburg schon von Beginn an auf Vergleiche der aufstrebenden Nachwuchsstars freuen. So wird der Sauerländer Max Schönhaus, der sich am Ende der vergangenen Saison mit dem Titel bei den ITF World Tennis Tour Junior Finals der acht weltweit besten Jugendspieler krönen konnte, zum Auftakt von dem Letten Karlis Ozolins gefordert, der es in seiner Juniorenzeit bis auf Platz 6 in der Weltrangliste brachte. Zudem treffen mit Vincent Reisach (TC Hengersberg) und Ben Ostheimer (TVA 1860 Aschaffenburg) zwei Talente des Bayerischen Tennis-Verbands aufeinander, die per Wildcard im Hauptfeld an den Start gehen.
Ausblick
Fortgesetzt werden die Cadolzburg Open am Dienstag mit den ersten Hauptfeld-Matches im Einzel und Doppel. Den Auftakt auf dem Show-Court macht dabei das Duell der Top-NextGen zwischen dem Sauerländer Max Schönhaus und Karlis Ozolins aus Lettland, gefolgt vom Aufeinandertreffen zwischen Lokalmatador Yannik Kelm aus Burgoberbach und dem Tschechen Matyas Cerny. Im letzten Match des Tages, nicht vor 16 Uhr, stehen sich die beiden BTV-Youngster Vincent Reisach und Ben Ostheimer gegenüber. Spielbeginn im Tennis-Center Schwadermühle ist um 11 Uhr.
News aus dem Jahr 2025
Justin Engel erfüllt Heim-Mission bei den Cadolzburg Open mit Bravour
Rundum gelungener Schlussakt am Sonntag bei der zweiten Auflage der Cadolzburg Open im Tennis-Center Schwadermühle. Mit einer mental starken Leistung krönte sich der Nürnberger Lokalmatador ohne Satzverlust zum Champion des mit 15.000 US-Dollar dotierten Herrenturniers der ITF World Tennis Tour im Rahmen der DTB Internationals - presented by Wilson.
Auch im Endspiel der Cadolzburg Open wollten die erneut in Rekordzahl im Tennis-Center Schwadermühle erschienen Zuschauer ihren Lokalmatador Justin Engel (ATP-Nr. 400), der im bisherigen Turnierverlauf noch keinen Satz abgegeben hatte, siegen sehen. Im Weg stand jedoch der an Nr. 8 gesetzte Brite Hamish Stewart (ATP-Nr. 601), der sich auf schnellem Geläuf pudelwohl fühlt und auch bei seinem insgesamt zweiten Turnierstart auf einem Teppich-Belag ins Endspiel einziehen konnte.
Beide Spieler fanden von Beginn an ihren Rhythmus bei eigenem Service und hatten im ersten Durchgang jeweils nur ein hart umkämpftes Aufschlagspiel zu überstehen. Während sich Stewart im vierten Spiel insgesamt drei Break-Chancen erkämpfte, diese aber nicht nutzen konnte, ließ Engel ein Game später seine einzige Möglichkeit ungenutzt. Im entscheidenden Tiebreak war der 18-jährige Engel sofort zur Stelle und erspielte sich eine schnelle 4:0-Führung. Auch im weiteren Verlauf gab der Jungprofi der TennisBase Oberhaching keinen Punkt bei eigenem Aufschlag ab und sicherte sich somit nach 48 Minuten den Gewinn des ersten Durchgangs.
Trotz Satzverlust hielt der 25-jährige Stewart weiterhin an seinem aggressiven Spiel fest und forderte seinen Gegner in dessen ersten beiden Aufschlagspielen mehrfach über Einstand, konnte sich aber nicht mit einem Break belohnen. Beim Stand von 3:4 verließ den Schotten, der in der Begegnung ebenso wie sein fränkischer Widersacher 14 Asse servierte, kurzzeitig seine Aufschlagstärke und musste das Spiel nach zwei Doppelfehlern abgeben. Im letzten Aufschlagspiel wurde der an Nr. 2 gesetzte Engel mit einer abzuwehrenden Break-Chance noch einmal auf die Probe gestellt, ehe er nach 91 Minuten mit seinem zweiten Matchball den 7:6 (2), 6:3-Erfolg besiegelte.
Im Anschluss an die Begegnung kommentierte der überglückliche Sieger: „Der letzte Schritt war heute definitiv der schwierigste, da mein Gegner sowohl die ersten als auch die zweiten Aufschläge superschnell ins Feld gespielt hat. Im Tiebreak war ich zum Glück noch ein Stück konzentrierter und konnte mir gleich die ersten beiden Mini-Breaks sichern. Der Gewinn des ersten Satzes war unheimlich wichtig, um dann in der Folge das Match zu meinen Gunsten zu entscheiden. Es hat mich auch heute nochmal sehr motiviert, dass mich wieder viele Zuschauer unterstützt haben, von denen ich die meisten schon lange kenne.“
Für seinen insgesamt fünften Titelgewinn auf der ITF World Tennis Tour darf sich der DTB-Kaderspieler neben den 1.944 Euro Preisgeld auch über 15 Punkte für die Weltrangliste freuen, die ihn auf eine Position um 365 im Ranking hieven werden.
Hervorragendes Pflaster für deutsche Nachwuchsprofis
Aus deutscher Sicht waren die Cadolzburg Open somit eine absolute Erfolgsstory. Von den insgesamt 17 deutschen Startern im Hauptfeld schafften sechs DTB-Spieler, inklusive des Turnier-Champions Engel, den Sprung ins Viertelfinale. Dabei schrammte der 22-jährige Max Wiskandt (HTV) in seinem Halbfinale nur denkbar knapp am Endspiel vorbei. Eine starke Talentprobe lieferten die beiden 18-jährigen Aaron Funk (WTB) und Vincent Marysko (HTV) ab, die als Wildcard-Starter ihre Chance bravourös nutzten und mit dem Halbfinal- bzw. Viertelfinal-Einzug wichtige Weltranglistenpunkte auf heimischem Boden sammeln konnten.
Positives Fazit bei der Siegerehrung
Im Anschluss an das Finale vor Rekordkulisse fand auf dem Showcourt die Siegerehrung statt, in der sich Turnierdirektor Christoph Poehlmann und Vizepräsident Christian Wenning vom ausrichtenden Bayerischen Tennis-Verband bei den Partnern, dem Turnier-Team und den Gastgebern vom Tennis-Center Schwadermühle für ihren Einsatz bei der rundum gelungenen Zweitausgabe der Cadolzburg Open bedankten.
Lokalmatador Justin Engel greift in Cadolzburg nach dem Titel
Am Samstag wurden bei der zweiten Ausgabe der Cadolzburg Open, die mit 15.000 US-Dollar dotiert sind, die Halbfinals im Einzel und das Finale im Doppel ausgetragen. Nach dem Doppel-Triumph der Paarung Opitz/Zeuch bietet sich dem Nürnberger Lokalmatador Justin Engel nach dem Halbfinalsieg über seinen Landsmann Aaron Funk die Chance auf den zweiten deutschen Titel beim ITF-Herrenturnier im Rahmen der DTB Internationals – presented by Wilson.
Auch das Halbfinale von Lokalmatador Justin Engel (ATP-Nr. 400) gegen seinen DTB-Kader-Kollegen Aaron Funk (ATP-Nr. 1338) ließen sich die Tennisfans rund um Cadolzburg nicht entgehen und sorgten für den größten Zuschauerandrang der bisherigen Turnierwoche. Dabei entwickelte sich der erwartet temporeiche Schlagabtausch von der Grundlinie. Mit Ausnahme des dritten Spiels, in dem der 18-jährige Funk eine Break-Chance abzuwehren hatte, zeigten beide Protagonisten zu Beginn souveräne Aufschlagspiele. Im siebten Spiel packte der 17-jährige Engel dann zu, ließ aber seinen Gegner noch einmal zurückkehren, indem er nach Abwehr von fünf Break-Bällen mit der sechsten Möglichkeit den 5:5-Gleichstand hinnehmen musste. Mit einem Doppelfehler bekam er jedoch das vorentscheidende Break serviert und sicherte sich anschließend bei eigenem Aufschlag ohne Punktverlust die Satzführung.
Mit dem Momentum im Rücken blieb der an Nr. 2 gesetzte Engel weiter am Drücker und erspielte sich im zweiten Satz einen schnellen 2:0-Vorsprung. Im weiteren Verlauf gaben sich beide Spieler bei eigenem Aufschlag keine Blöße mehr und ließen keinerlei Break-Chancen mehr zu. Somit besiegelte der künftige Spieler des Deutschen Mannschaftsmeisters TC Großhesselohe nach 82 Minuten den 7:5, 6:4-Erfolg.
Im Anschluss an die Begegnung resümierte der fränkische Teenager: „Wir kennen uns schon lange, auch von gemeinsamen Trainings. Deshalb weiß auch jeder von uns beiden, wo die Stärken und Schwächen des anderen liegen. Natürlich wollen wir beide möglichst schnell spielen, weshalb auch wenig lange Ballwechsel zu sehen waren. Auf Teppich darf man sich eigentlich keine Aussetzer leisten, wie bei mir heute gegen Ende des ersten Satzes. Zum Glück konnte ich mich dann wieder zurückkämpfen und den ersten Durchgang für mich entscheiden. Im zweiten Satz lief mein Arm dann wieder, wie ich es mir vorstelle.“
Wiskandt unterliegt Stewart nach Krimi
Im ersten Einzel-Halbfinale des Tages hatte Max Wiskandt (ATP-Nr. 513) die Chance, ein rein deutsches Endspiel für den morgigen Sonntag zu fixieren. Gegen den Briten Hamish Stewart (ATP-Nr. 601) benötigte der 22-jährige jedoch etwas Anlaufzeit, ehe er sich auf die schnellen Aufschläge seines Gegners einstellen konnte. Als er nach einem frühen Aufschlagverlust mit 1:3 im Hintertreffen lag, steigerte er zusehends die Qualität seiner Rückschläge und verwickelte seinen 25-jährigen Gegner vermehrt in längere Ballwechsel, die er meist zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Ohne weiteren Spielverlust sicherte sich der Spieler des KTC Bad Wilhelmshöhe den ersten Durchgang.
Im zweiten Satz verringerte der an Position 8 geführte Stewart, der in Deutschland für den TC Grün-Weiss Luitpoldpark München antritt, seine Fehlerquote von der Grundlinie und knüpfte an seine Aufschlagleistung zu Beginn der Partie an. Nach einer schnellen 3:0-Führung des Schotten fand Wiskandt wieder einen besseren Rhythmus bei eigenem Aufschlag, musste aber dennoch den Satzausgleich hinnehmen.
Ein wahrer Krimi wurde den Zuschauern im Entscheidungs-Durchgang geboten. Der an Nr. 6 gesetzte Wiskandt legte zweimal mit Break vor, ließ aber seinen Gegner jeweils wieder ins Match zurückkehren. Als er beim Stand von 5:6 zum Erreichen des Tiebreaks servierte, konnte er zwei laufende Break-Chancen seines Gegners noch abwehren, ehe er zwei Punkte später seinem schottischen Kontrahenten, der insgesamt 18 Asse servierte, zum 3:6, 6:2, 7:5-Erfolg gratulieren musste. Somit steht Stewart bei seinem zweiten Turnierstart auf Teppich zum zweiten Mal im Finale.
„Es war ein unglaublich enges Match. Ich denke mein Aufschlag hat heute den kleinen Unterschied ausgemacht. Der schnelle Teppich-Belag kommt meinem Spiel sehr entgegen. In Schottland haben wir viele Outdoor-Plätze, die auch sehr schnell sind. Dazu spielen wir ja auch öfters auf Rasen“, so der Glasgower nach dem Match.
DTB-Doppel Opitz/Zeuch triumphiert souverän
Im ersten Match des Tages auf dem Showcourt hatten Jannik Opitz und Tom Zeuch (beide TNB) im Doppel-Finale die Chance, den ersten deutschen Titel bei der diesjährigen Ausgabe der Cadolzburg Open einzufahren. Dabei erwischten die Team-Kollegen vom Regionalligisten TC Alfeld/Leine gegen das tschechische Duo Matyas Cerny/Matthew William Donald einen Start nach Maß, indem sie ihren Gegnern das zweite Aufschlagspiel abnehmen und den ersten Durchgang mit drei Spielgewinnen in Folge souverän unter Dach und Fach bringen konnten.
Nach dem sofortigen Break zu Beginn des zweiten Satzes musste die deutsche Paarung ebenfalls ihren Aufschlag abgeben, kamen dann aber richtig ins Rollen. Ohne weiteren Spielverlust besiegelten die beiden ehemaligen College-Spieler den 6:2, 6:1-Erfolg nach 51 Minuten. Während der 26jährige Opitz seinen zweiten Doppel-Titel auf der ITF World Tennis Tour bejubelte, feierte der 24-jährige Zeuch seinen Premieren-Erfolg.
Nach dem Match kommentierte Opitz: „Wir kennen uns schon seit gut 15 Jahren und verstehen uns neben dem Tennis auch abseits des Platzes bestens. Dadurch, dass wir im gleichen Verein spielen, läuft man sich noch öfter über den Weg, was die gemeinsame Motivation und die gegenseitige Unterstützung weiter steigert.“ Voll des Jubels ergänzte Zeuch: „Es fühlt sich einfach nur super an, wenn sich die jahrelange Arbeit und das harte Training in so einem Titel widerspiegelt.“
Justin Engel siegt sich beim Heimspiel in Cadolzburg ins Halbfinale
Am Freitag wurden bei der zweiten Auflage der Cadolzburg Open, die mit 15.000 US-Dollar dotiert sind, die Viertelfinals im Einzel und die Halbfinals im Doppel ausgetragen. Dabei sicherte sich der Nürnberger Lokalmatador mit einem Zweisatz-Erfolg gegen den United-Cup-Champion Kai Wehnelt den Einzug ins Halbfinale des ITF-Herrenturniers im Rahmen der DTB Internationals – presented by Wilson.
Auch die Viertelfinal-Begegnung von Lokalmatador Justin Engel (ATP-Nr. 400) gegen seinen Landsmann Kai Wehnelt (ATP-Nr. 811) füllte wieder sämtliche Sitzgelegenheiten im Tennis-Center Schwadermühle. Dabei lief es für den Nürnberger diesmal nicht von Beginn an nach Wunsch, da er sein zweites Aufschlagspiel ohne gewonnenen Punkt abgeben musste. Dennoch kämpfte sich der 17-jährige gleich wieder zurück und nutze seinerseits die erste Chance zum Re-Break. Auch im weiteren Verlauf hielt der 29-jährige Wehnelt, der im vergangenen Jahr im siegreichen DTB-Team beim United Cup in Australien stand, mit seinem variablen Spiel den schnellen Schlägen seines Gegenübers stand und vertagte die Entscheidung in den Tiebreak. Dort war Engel jedoch mit einer schnellen 5:0-Führung sofort zur Stelle und fixierte mit einem Aufschlag-Winner den Satzgewinn.
Mit dem Vorsprung im Rücken fand Engel, der in der kommenden Bundesliga-Saison für den Deutschen Mannschaftsmeister TC Großhesselohe antreten wird, mehr Zutrauen in seine Schläge und erhöhte damit die Zahl der direkten Gewinnschläge. Nach einer schnellen 4:0-Führung konnte Wehnelt zweimal sein Aufschlagspiel halten, ehe der fränkische Teenager mit einem direkten Aufschlagpunkt den 7:6 (2), 6:2-Erfolg besiegeln konnte.
Nach der Partie resümierte die Nr. 2 des Turniers: „Ich habe anfangs die Bälle nicht so gefühlt wie in meinen ersten beiden Partien. Zudem hat mein Gegner so unangenehm serviert, dass ich die Aufschläge gerade im ersten Satz nicht so gut lesen konnte. Dennoch bin ich hartnäckig geblieben und in der Folge immer besser in den Flow gekommen.“
Wiskandt schafft Comeback-Sieg gegen Marysko
Attraktives Offensiv-Tennis wurde den Zuschauern im Hessen-Duell zwischen Max Wiskandt (ATP-Nr. 513) und Vincent Marysko (ATP-Nr. 1187) geboten. Nach seinem Coup gegen den topgesetzten Japaner Kaichi Uchida knüpfte der 18-jährige Marysko zu Beginn voller Selbstvertrauen an seine gestrige Leistung an. Mit seinen schnellen Schlägen und zahlreichen Gewinnschlägen schnappte er sich im dritten Spiel das Aufschlagspiel seines Gegners und servierte den ersten Satz problemlos nach Hause.
Mit Beginn des zweiten Durchgangs fand der 22-jährige Wiskandt, der sich im ersten Satz an der Bauchmuskulatur behandeln lassen musste, bei Aufschlag seines Gegners immer bessere Lösungen. Zwar musste der Spieler des KTC Bad Wilhelmshöhe nach einer schnellen 2:0-Führung den zwischenzeitlichen Ausgleich hinnehmen, dennoch schaffte er mit seinem variablen Spiel nach einem weiteren Break den Satzausgleich. Im dritten Durchgang war Wiskandt dann nicht mehr zu bremsen. Nach dem Gewinn der ersten drei Spiele ließ er sein Gegenüber nur einmal bei eigenem Aufschlag anschreiben, ehe die Nr. 6 des Turniers mit einem Vorhand-Winner den 4:6, 6:4, 6:1-Triumph nach 2:16 Stunden besiegelte. In der Runde der letzten Vier sieht sich Wiskandt dem an Nr. 8 gesetzten Briten Hamish Stewart (ATP-Nr. 601) gegenüber, der sich in zwei knappen Sätzen gegen den an Position 4 geführten Evgeny Karlovskiy (ATP-Nr. 426) behaupten konnte.
„Ich wusste schon vor dem Match, dass er ein richtig guter Spieler ist und wesentlich besser spielt, als es sein Ranking aussagt. Nach dem verlorenen ersten Satz habe ich mich beim Return immer mehr gesteigert und konnte dem Match damit eine Wendung geben. Die Probleme an der Bauchmuskulatur haben mich schon ein bisschen beeinträchtigt. Aber ich bin guter Dinge, dass ich nach einer Physio-Behandlung für morgen wieder voll angreifen kann“, so der zufriedene Sieger nach dem Match.
Funk nutzt seine Chance
Eine starke Leistung zeigte Aaron Funk (ATP-Nr. 1338) in der rein deutschen Viertelfinal-Partie gegen den frisch gebackenen Hessenmeister Christian Djonov. Dabei entwickelte sich von Beginn an ein temporeicher Schlagabtausch von der Grundlinie. Beim Stand von 4:3 erspielte sich der 18-jährige Funk drei laufende Break-Chancen. Die ersten beiden konnte sein 24-jähriger Gegner noch abwehren, ehe dessen Rückhand im nächsten Ballwechsel unglücklich vom Netz ins Aus tropfte. Im Anschluss servierte der Spieler des TSC Renningen den ersten Satz souverän aus.
Mit dem Momentum im Rücken blieb Funk weiter am Drücker und konnte seinem Gegner gleich im ersten Spiel des zweiten Satzes den Aufschlag abnehmen. In der Folge dominierte der DTB-Kaderspieler weiterhin seine Aufschlagspiele, ohne eine Break-Chance zuzulassen, und fixierte nach 75 Minuten den 6:3, 6:4-Erfolg, gleichbedeutend mit seinen ersten Halbfinal-Einzug auf der ITF World Tennis Tour. Im Halbfinale fordert Funk den Nürnberger Lokalmatadoren Justin Engel im Duell der deutschen Teenager heraus.
Im Anschluss an die erfolgreiche Begegnung kommentierte der Wildcard-Starter: „Mit meiner heutigen Leistung bin ich rundum zufrieden. Ich hatte von Beginn an ein gutes Gefühl in meinen Schlägen und habe dadurch auch sehr effektiv von der Grundlinie gespielt. Dazu habe ich auch sehr gut aufgeschlagen. Im Moment bin ich einfach nur glücklich, denn als Wildcard-Spieler kann man nicht unbedingt mit einem Halbfinal-Einzug rechnen. Den Teppich würde ich jetzt nicht gerade als meinen besten Belag bezeichnen, aber mein starker Aufschlag hilft mir auch auf diesem Untergrund.“
Deutsche Beteiligung im Doppelfinale
Schon vor dem Halbfinale stand bereits fest, dass es ein DTB-Team im morgigen Doppel-Endspiel geben würde. Dabei drehten die ehemaligen College-Spieler Jannik Opitz und Tom Zeuch (beide TVB) nach verlorenem ersten Durchgang die Partie gegen die Teenager Mika Petkovic (HAM) und Aaron Funk (WTB) zum finalen 2:6, 7:6 (1), 6:1-Erfolg. Den Sprung ins Finale verpasst hat dagegen Adrian Oetzbach (TVN) mit seinem britischen Partner Joe Tyler, die sich der tschechischen Paarung Matyas Cerny/Matthew William Donald nach Match-Tiebreak mit 3:6, 6:3, 5:10 geschlagen geben mussten.
Ausblick
Fortgesetzt werden die Cadolzburg Open am Samstag mit den Halbfinal-Begegnungen im Einzel und dem Finale im Doppel. Dabei sieht sich das Nürnberger Top-Talent Justin Engel im dritten Match auf dem Showcourt, nicht vor 15:30 Uhr, seinem Landsmann Aaron Funk gegenüber. Spielbeginn im Tennis-Center Schwadermühle ist um 13 Uhr.
Ergebnisse Viertelfinale Einzel:
Justin Engel (BTV) –Kai Wehnelt (HTV) 7:6 (2), 6:2
Max Wiskandt (HTV) - Vincent Marysko (HTV) 4:6, 6:4, 6:1
Aaron Funk (WTB) – Christian Djonov (HTV) 6:3, 6:4
Evgeny Karlovskiy – Hamish Stewart (GBR) 7:6 (5), 7:6 (4)
Ergebnisse Halbfinale Doppel:
Jannik Opitz (TNB)/Tom Zeuch (TNB) – Mika Petkovic (HAM)/Aaron Funk (WTB) 2:6, 7:6 (1), 10:6
Adrian Oetzbach (TVN)/Joe Tyler (GBR) – Matyas Cerny (CZE)/Matthew William Donald (CZE) 3:6, 6:3, 5:10
News vom 16.01.2025
DTB-Spieler dominieren weiterhin bei den Cadolzburg Open 2025
Am Donnerstag wurden bei der zweiten Ausgabe der Cadolzburg Open, die mit 15.000 US-Dollar dotiert sind, die Achtelfinals im Einzel und die Viertelfinals im Doppel ausgetragen. Dabei schafften, inklusive dem Nürnberger Top-Talent Justin Engel, insgesamt sechs deutsche Spieler den Einzug ins Viertelfinale beim ITF-Herrenturnier im Rahmen der DTB Internationals – presented by Wilson.
Nach seinem gestrigen Auftakt-Erfolg durfte sich Lokalmatador Justin Engel (ATP-Nr. 400) auch in seiner heutigen Achtelfinal-Partie gegen seinen Landsmann Adrian Oetzbach (ATP-Nr. 636) einem großen Zuschauerzuspruch erfreuen. Dabei legte der 17-jährige mit einer schnellen 3:0-Führung einen Blitzstart auf den Platz. Auch in der Folge generierte der Nürnberger weiterhin ein immenses Tempo in seinen Schlägen und nahm seinem 27-jährigen Gegner noch ein weiteres Mal den Aufschlag zum Gewinn des ersten Durchgangs ab.
Auch im zweiten Satz sicherte sich der Teenager die ersten drei Spiele und blieb auch in der Folge bei eigenem Aufschlag ungefährdet. Zwar konnte Oetzbach bei eigenem Service ein frühzeitiges Match-Ende noch einmal aufschieben, dennoch musste der ehemalige College-Spieler mit einem 2:6, 3:6 in 73 Minuten die Überlegenheit seines Gegners anerkennen.
„Auch heute habe ich mich wieder intensiv aufgewärmt und mit meinem Vater vor dem Match bereits eine Stunde trainiert, was sich mit dem guten Start ausgezahlt hat. Bislang habe ich mich im Turnier voll und ganz auf mein eigenes Spiel konzentriert, aber für die späteren Runden wird eine intensivere Vorbereitung bzgl. der Stärken und Schwächen meiner Gegner notwendig sein“, so die Nr. 2 des Turniers nach dem Match.
Marysko deklassiert Top-Favoriten
Mehr als ein Herausforderer war der Heusenstammer Vincent Marysko (ATP-Nr. 1187) gegen den topgesetzten Japaner Kaichi Uchida (ATP-Nr. 365), der in Cadolzburg sein erstes Turnier auf dem schnellen Teppich-Belag bestritt. Von Beginn an dominierte der 18-jährige Marysko das Geschehen mit seinen druckvollen Schlägen und versenkte einen Gewinnschlag nach dem anderen. Nach deutlich gewonnenem ersten Durchgang hielt der Spieler des TC RW Sprendlingen weiter an seinem aggressiven Spiel fest. Zwar konnte der 30-jährige Uchida bei seinem letzten Aufschlagspiel noch zwei Matchbälle abwehren, dennoch fixierte Marysko anschließend bei eigenem Aufschlag mit einem Vorhand-Winner den 6:2, 6:3-Erfolg nach knapp einer Stunde.
Nach dem Match resümierte der DTB-Kaderspieler: „Heute war das Ergebnis relativ deutlich, da ich sehr gut gespielt habe. Mit meiner Spielanlage habe ich hier auf diesem Belag schon große Vorteile, deshalb bin ich von Beginn an sehr selbstbewusst an die Aufgabe herangegangen.“
Wiskandt weiter ohne Satzverlust
Eine erneut starke Leistung lieferte Max Wiskandt (ATP-Nr. 513) nach seinem Auftakt-Erfolg gegen den ehemaligen Davis-Cup-Spieler Cedrik-Marcel Stebe ab. Gegen den 20-jährigen Slowaken Michael Krajci (ATP-Nr. 1123), der vom ehemaligen Ismaning-Champion Lukas Lacko betreut wird, brillierte der 22-jährige erneut mit seinem offensiv ausgerichteten Spiel und ließ seinen Gegner kaum zur Entfaltung kommen. Mit einem Ass besiegelte der Spieler des KTC Bad Wilhelmshöhe den 6:3, 6:2-Erfolg nach 90 Minuten. Damit sieht sich Wiskandt im Viertelfinale seinem DTB-Kollegen Marysko gegenüber.
Im Anschluss am die Begegnung kommentierte die Nr. 6 des Turniers: „Ich habe auch heute wieder sehr gut gespielt, mich gut auf meinen Gegner eingestellt und meinen Game-Plan komplett durchgezogen. Vor dem Match habe ich mich schon ausführlich auf meinen Gegner vorbereitet, aber aufgrund meiner offensiv ausgerichteten Spielanlage konzentriere ich schon überwiegend auf mein eigenes Spiel.“
United-Cup-Champion Wehnelt marschiert
Nach seinem hart erkämpften Auftakt-Erfolg sah sich Kai Wehnelt (ATP-Nr. 811) im Hessen-Duell Niklas Schell (ATP-Nr. 951) gegenüber. Da beide Spieler ihre größten Erfolge auf der Tour bislang im Doppel feierten, bekamen die Zuschauer in Cadolzburg eine Partie mit überwiegend kurzen Ballwechseln geboten. Während der 26-jährige Schell mit zahlreichen Netz-Attacken aufwartete, hielt der 29-jährige Wehnelt, der im vergangenen Jahr im Kader des siegreichen DTB-Teams beim United Cup in Australien stand, mit seinem variablen Spiel konsequent dagegen. Nach einer schnellen 3:0-Führung zeigte Wehnelt auch im weiteren Verlauf keine Schwächen bei eigenem Aufschlag und sicherte sich souverän den ersten Durchgang.
Als es nach einem frühen Break im zweiten Satz nach einer Vorentscheidung roch, kämpfte sich Schell noch einmal zurück und vertagte die Entscheidung in den Tiebreak. Dort übernahm Wehnelt wieder die Kontrolle über das Spiel und siegte nach 1:44 Stunden mit 6:3, 7:6 (2). Im Viertelfinale bekommt es der ehemalige College-Spieler mit Lokalmatador Justin Engel zu tun.
Funk profitiert gegen Junior-Grand-Slam-Champion
Eine schwierige Aufgabe stand Aaron Funk (ATP-Nr. 1338) bevor, schließlich stand dem 18-jährigen mit dem Tschechen Jonas Forejtek (ATP-Nr. 439) nicht nur der US-Open-Juniorensieger von 2019, sondern auch die Nr. 3 des Turniers gegenüber. Obwohl der 23-jährige Forejtek von Beginn an gesundheitlich etwas angeschlagen wirkte, konnte er sich den hartumkämpften ersten Satz sichern. In der Folge ließen die Kräfte beim Tschechen etwas nach, während der DTB-Kaderspieler Funk immer besser zu seinem Spiel fand. Nach dem Satzausgleich holte sich der Spieler des TSC Renningen die ersten beiden Spiele im dritten Durchgang, ehe sein Gegner nach 78 Minuten beim Stand von 6:3, 4:6, 0:2 aufgeben musste.
Djonov weiter auf Siegeszug
Für Christian Djonov sind die Cadolzburg Open 2025 bereits das erfolgreichste Turnier seiner Karriere. Nachdem sich der 24-jährige erfolgreich durch die Qualifikation gespielt hatte und seinen ersten Match-Erfolg in einem Hauptfeld einfahren konnte, traf er im rein hessischen Duell auf den ehemaligen College-Spieler Sebastian Fanselow (ATP-Nr. 469). Und auch gegen die Nr. 5 des Turniers hielt der Spieler des TC RW Sprendlingen an seinem druckvollen Grundlinienspiel fest und hielt die Begegnung gegen seinen 33-jährigen Gegner von Beginn an offen. Im entscheidenden Tiebreak agierte er fehlerlos und brachte sich mit dem Satzgewinn auf die Siegesstraße. Nach dem entscheidenden Break zur 5:3-Führung im zweiten Durchgang war der DTB-zertifizierte Tennislehrer nicht mehr zu stoppen und siegte nach 1:34 Stunden mit 7:6 (0), 6:3. In der Runde der letzten Acht wartet auf den Hessen das DTB-Duell gegen Aaron Funk.
Foto: Vincent Marysko
News vom 15.01.2025
Justin Engel meistert Auftakthürde bei den Cadolzburg Open 2025 souverän
Am Mittwoch wurden bei der zweiten Auflage der Cadolzburg Open, die mit 15.000 US-Dollar dotiert sind, die restlichen Erstrunden-Matches im Einzel und Doppel ausgetragen. Dabei feierte das Nürnberger Top-Talent Justin Engel im Einzel-Wettbewerb einen rundum gelungenen Start beim ITF-Herrenturnier im Rahmen der DTB Internationals – presented by Wilson.
Riesig war der Andrang im Tennis-Center Schwadermühle beim ersten Einzel-Auftritt des Lokalmatadors Justin Engel (ATP-Nr. 400), der sich dem Franzosen William Jucha (ATP-Nr. 1865) gegenübersah. Und dass der 17-jährige als Nr. 2 des Turniers ein gewichtiges Wort um die Titelvergabe mitreden möchte, unterstreicht die Tatsache, dass er sich in der vergangenen Woche bereits einige Tage mit seinem Super-Coach Philipp Kohlschreiber auf dem für ihn ungewohnten Teppich-Belag intensiv vorbereitete.
Von Beginn an packte der DTB-Youngster seine temporeichen Schläge aus und setzte seinen 20-jährigen Gegner gewaltig unter Druck. Nach dem ersten Break der Begegnung zum 4:2 ließ er bei eigenem Aufschlag nichts anbrennen und servierte den ersten Satz souverän aus.
Mit dem Momentum im Rücken nahm der Jungprofi von der TennisBase Oberhaching seinem Gegner gleich im ersten Spiel des 2. Satzes den Aufschlag ab und war auch fortan bei eigenem Aufschlag nicht zu stoppen. Mit einem Ass fixierte der vierfache ITF-Titelträger den 6:3, 6:4-Erfolg nach 62 Minuten. Morgen wartet auf den Nürnberger mit dem ehemaligen College-Spieler Adrian Oetzbach, der sich in zwei Sätzen gegen den Tschechen Matyas Cerny durchsetzen konnte, ein rein deutsches Achtelfinale.
Nach der Begegnung resümierte Engel: „Ich bin sehr zufrieden, denn heute lief alles nach Plan. Ich konnte meine Schläge im Match so einsetzen, wie ich sie im Training einstudiert hatte. Es war auf jeden Fall sehr motivierend, dass so viele Freunde von mir und meinem Vater heute zugeschaut haben und damit für eine tolle Atmosphäre bei meinem Auftakt-Match gesorgt haben.“
Marysko siegt im Duell der DTB-Youngster gegen Petkovic
Eine starke Talentprobe lieferten die beiden deutschen Teenager Vincent Marysko (ATP-Nr. 1187), der bereits im Vorjahr das Achtelfinale in Cadolzburg erreichte, und Mika Petkovic (ATP-Nr. 1319) ab. Dabei entwickelte sich ein temporeicher Schlagabtausch der beiden Spieler aus dem DTB-Nachwuchskader. Während der 18-jährige Marysko mit seinem aktiven Spiel auf kürzere Ballwechsel aus war, überzeugte der gleichaltrige Petkovic mit seinem starken Konterspiel.
Zu Beginn gaben sich beide Protagonisten bei eigenem Aufschlag keine Blöße, lediglich Petkovic hatte im zwölften Spiel eine Break-Chance abzuwehren, und vertagten die Entscheidung in den Tiebreak. Beim Stand von 3:3 erzwang der Hesse Marysko das Momentum und sicherte sich mit vier Punkten in Folge den Gewinn des ersten Durchgangs.
Im zweiten Satz schaffte Petkovic das erste Break der Begegnung und baute die Führung auf 4:1 aus. Dennoch sollte es für den Schleswig-Holsteiner nicht einmal zum Satzausgleich reichen, da Marysko immer mehr Zutrauen in seine Schläge fand und mit fünf Spielgewinnen in Folge den finalen 7:6 (3), 6:4-Endstand nach 82 Minuten herstellen konnte. Im Achtelfinale sieht sich der Heusenstammer dem topgesetzten Japaner Kaichi Uchida (ATP-Nr. 365) gegenüber, der sich nach hartem Kampf in drei Sätzen gegen den vom Nadal-Bezwinger Lukas Rosol betreuten Tschechen Denis Petak (ATP-Nr. 1416) behaupten konnte.
Im Anschluss an das Match kommentierte der zufriedene Sieger: „Es ist nie angenehm gegen einen Spieler anzutreten, den man vom Training her gut kennt und mit dem man auch gut befreundet ist. Nach dem knapp gewonnenen Satz war ich zu Beginn des zweiten Durchgangs gedanklich wohl noch auf der Bank und Mika hat es da auch sehr gut gemacht. Zum Glück konnte ich mich dann wieder reinkämpfen und das Match in zwei Sätzen für mich entscheiden.“
Fanselow triumphiert im deutschen College-Duell gegen Steiner
Geheimnisse waren rar vor der Einzel-Begegnung zwischen Sebastian Fanselow (ATP-Nr. 469) und Maik Steiner (ATP-Nr. 675), schließlich kennen sich die beiden Protagonisten von Wettkämpfen am US-College und treten in Cadolzburg gemeinsam im Doppel an. Zwar erarbeitete sich Steiner im Verlauf des ersten Durchgangs insgesamt vier Möglichkeiten zum Break, die der 30-jährige Steiner allesamt verstreichen ließ, ehe Fanselow im zwölften Spiel bei seiner ersten Chance zupackte und damit den Satzgewinn fixierte. Im zweiten Satz gaben sich beide Spieler keine Blöße und gestatteten ihrem Gegenüber keine Chance zum Break. Im entscheidenden Tiebreak erspielte sich Steiner eine schnelle 3:0-Führung, musste aber seinem 33-jährigen Gegner nach exakt zwei Stunden zum 7:5, 7:6 (6)-Erfolg gratulieren.
Djonov weiter auf Siegeszug
Weiter auf der Erfolgswelle reitet in Cadolzburg Christian Djonov, der nach seinem Schulabschluss eine Ausbildung zum staatlich geprüften Tennislehrer absolvierte und Tennisunterricht gab, ehe er es seit April vergangenen Jahres als Profispieler auf der Tour versucht. Der frisch gekürte Hessenmeister traf nach zwei Siegen in der Qualifikation auf Peter Alam. Auch gegen den Briten überzeugte der 24-jährige mit seinen druckvollen Schlägen und schaffte mit einem 6:4, 7:6 (1)-Erfolg den ersten Hauptfeld-Sieg auf dem Pro Circuit. Im Achtelfinale trifft der Eschborner auf seinen Landsmann Sebastian Fanselow.
Foto: Justin Engel
News vom 14.01.2025
Wiskandt bezwingt Stebe im DTB-Kracher in Cadolzburg
Hauptfeldauftakt bei der 2. Ausgabe der Cadolzburg Open im Rahmen der DTB Internationals - presented by Wilson. Am Dienstag wurden beim Herren-Turnier der ITF World Tennis Tour, das mit 15.000 US-Dollar dotiert ist, die ersten Hauptfeld-Matches im Einzel und Doppel ausgetragen. Dabei behielt Max Wiskandt im DTB-Duell gegen Cedrik-Marcel Stebe in zwei knappen Sätzen die Oberhand.
Besonders gespannt waren die Zuschauer in Cadolzburg auf das rein deutsche Duell zwischen Max Wiskandt (ATP-Nr. 513), der 2019 im Tennis-Center Schwadermühle beim Junioren-ITF-Turnier das Finale erreichte, und dem Davis-Cup-Helden Cedrik-Marcel Stebe, der in seiner Karriere bereits auf Platz 71 der Weltrangliste stand. Von Beginn an zeigte der 22-jährige Wiskandt mutiges Tennis mit zahlreichen Netzangriffen und hielt seine Aufschlagspiele souverän. Beim Stand von 4:4 nutzte er konsequent seine erste Break-Möglichkeit und servierte den ersten Satz nach Hause.
Im zweiten Durchgang erkämpfte sich Wiskandt gleich im ersten Spiel das Break, musste aber anschließend sein Aufschlagspiel ohne Punktegewinn abgeben. Zwei weitere Male legte der Spieler des KTC Bad Wilhelmshöhe im weiteren Verlauf ein Break vor, jedoch schaffte Stebe in seinem ersten Tour-Match seit zwei Jahren jeweils die Rückkehr in den Satz. Nach dem vorentscheidenden Break zum 6:5 gab sich Wiskandt anschließend keine Blöße mehr und besiegelte mit einem Aufschlag-Winner den 6:4, 7:5-Endstand nach 1:41 Stunden Spielzeit.
Im Anschluss an das Match kommentierte die Nr. 6 des Turniers: „Das war von meiner Seite aus das beste Erstrunden-Match seit langer Zeit. Als gesetzter Spieler hätte es natürlich wesentlich leichtere Aufgaben als Cedrik gegeben. Umso glücklicher bin ich, dass ich heute so eine starke Leistung zeigen konnte. Vor dem Match hatte ich schon noch in Erinnerung, dass ich in der Juniorenzeit hier in der Halle ein richtig erfolgreiches Turnier gespielt hatte.“
United-Cup-Sieger Wehnelt schafft Comeback-Sieg
Ein Kampf auf Biegen und Brechen wurde den Zuschauern in der Begegnung zwischen Kai Wehnelt (ATP-Nr. 811) und dem an Position 7 geführten Niederländer Niels Visker (ATP-Nr. 516) geboten. Nach knapp verlorenem ersten Durchgang im Tiebreak kämpfte sich der 29-jährige Wehnelt, der im vergangenen Jahr im Kader des siegreichen DTB-Teams beim United Cup in Australien stand, wieder ins Match zurück und triumphierte nach 2:28 Stunden mit 6:7 (4), 6:4, 7:6 (4).
Funk nutzt Chance gegen Schlageter
Einen starken Auftritt lieferte Wildcard-Starter Aaron Funk (ATP-Nr. 1338) gegen den Qualifikanten Justin Schlageter (ATP-Nr. 1279) ab. Von Beginn an dominierte der 18-jährige DTB-Kaderspieler seinen 23-jährigen Gegner, der vor Kurzem seine College-Ausbildung an der Universität von Oklahoma abgeschlossen hatte, und siegte nach 73 Minuten mit 6:1, 6:4.
Hofmann siegt weiter, Schell profitiert
Ein spannendes Duell war zwischen Moritz Hoffmann (ATP-Nr. 1635) und Filip Krolo (ATP-Nr. 1360) zu erwarten, schließlich sind beide Spieler 23 Jahre alt, spielen am US-College und kämpften sich in Cadolzburg erfolgreich durch die Qualifikation. Nach gewonnenem ersten Durchgang musste Hoffmann den Satzausgleich im Tiebreak hinnehmen, ehe er sich dennoch mit 6:2, 6:7 (5), 7:5 durchsetzen konnte. Ohne den Tennisschläger in die Hand zu nehmen, schaffte der Hesse Niklas Schell (ATP-Nr. 951) den Einzug in die zweite Runde. Aufgrund einer Erkrankung konnte sein australischer Gegner Oliver Clark Anderson (ATP-Nr. 795) nicht zum Match antreten.
Moraing unterliegt Junioren-Grand-Slam-Champion Forejtek
Ein echter Härtetest stand für den Qualifikanten Oscar Moraing (ATP-Nr. 1433) gegen den an Nr. 3 gesetzten Jonas Forejtek (ATP-Nr. 439) auf dem Programm. Dabei fand der Spieler des TC Bredeney zu Beginn keine Mittel gegen das variable Spiel des US-Open-Juniorensiegers von 2019 und musste den ersten Satz deutlich abgeben. Im weiteren Verlauf fand der 24-jährige Moraing einen besseren Rhythmus bei eigenem Aufschlag und vertagte die Entscheidung in den Tiebreak. Dort knüpfte der 23-jährige Tscheche jedoch an die Leistung im ersten Satz an und siegte nach 81 Minuten mit 6:2, 7:6 (2).
Lokalmatador Mujakic ohne Chance
Den heutigen Auftakt auf dem Showcourt beging der Coburger Alen Mujakic (ATP-Nr. 1236) gegen Michal Krajci (ATP-Nr. 1123) aus der Slowakei. Von Beginn an nahm der 19-jährige Krajci die Bälle früh im Aufsteigen und verteilte diese geschickt, wodurch der fränkische Lokalmatador nicht zur Entfaltung kam. Nach glatt verlorenem ersten Durchgang konnte der 21-jährige Mujakic das erste Spiel im zweiten Satz nach Abwehr zweier laufender Breakbälle noch drehen, dennoch musste sich der Wildcard-Spieler nach 57 Minuten aufgrund einer zu hohen Fehlerquote mit 2:6, 1:6 geschlagen geben.
Foto: Max Wiskandt
News vom 13.01.2025
Fünf DTB-Spieler kämpfen sich ins Hauptfeld der Cadolzburg Open
Mit dem Qualifikations-Wettbewerb startete am Sonntag die zweite Ausgabe der Cadolzburg Open im Tennis-Center Schwadermühle. Dabei schafften fünf deutsche Spieler zusätzlich den Sprung ins Hauptfeld des mit 15.000 US-Dollar dotierten Turniers der ITF Men’s World Tennis Tour im Rahmen der DTB Internationals – presented by Wilson, in dem damit insgesamt 17 DTB-Spieler vertreten sein werden.
Sechs der insgesamt neun am Montag im Qualifikations-Finale vertretenen Spieler aus Deutschland trafen in direkten Duellen aufeinander, die allesamt im Match-Tiebreak entschieden wurden. Einen erbitterten Fight lieferten sich dabei zum Auftakt Christian Djonov (HTV) und Edison Ambarzumjan (TTV), wobei der 24-jährige Djonov nach 2:13 Stunden den 7:5, 4:6, 10:5-Erfolg fixieren konnte. Einen Comeback-Sieg gab es in der Partie zwischen den beiden College-Spielern Justin Schlageter (BAD) und Mika Berghaus (TVN) zu bewundern. Dabei steigerte sich der 23-jährige Schlageter nach verlorenem ersten Durchgang zusehends und triumphierte nach 1:48 Stunden mit 4:6, 6:3, 10:4. Im letzten Match des Tages sicherte sich Filip Krolo (HTV) einen 6:3, 3:6, 10:8-Erfolg gegen David Petrovic (TVM).
Zwei weitere DTB-Spieler konnten sich ohne Satzverlust gegen internationale Konkurrenz behaupten. Dabei besiegte Oscar Moraing (TVN), der in der letzten Saison sieben Monate verletzungsbedingt ausfiel, den Österreicher Gregor Hausberger mit 6:1, 7:5, während Moritz Hoffmann (BAD) gegen Joe Tyler aus Großbritannien mit 7:5, 6:3 die Oberhand behalten konnte. Pech hatte dagegen Lewie Lane (SLH), der die Begegnung gegen den Briten Peter Alam beim Stand von 1:4 aufgrund einer Schulterverletzung aufgeben musste.
Schmiedel verkauft sich teuer
Nicht zum Einzug in die finale Qualifikationsrunde reichte es für die vier bayerischen Starter. Während Julian Winter (TC Grün-Weiß Bayreuth), Samuel Braun (TC Friedberg) und Denny Vojtischek (TC Großhesselohe) am Sonntag ohne Satzgewinn blieben, schrammte Noah Schmiedel aus Burgkunstadt nur knapp am Auftakt-Erfolg vorbei. Der 19-jährige musste sich dem Österreicher Hausberger nach hartem Kampf mit 6:3, 6:7 (2), 8:10 geschlagen geben.
Foto: Oscar Moraing
News vom 11.01.2025
Cedrik-Marcel Stebe gibt in Cadolzburg sein Comeback nach langer Verletzung
Kurz vor Turnierbeginn wurden die Wildcard-Starter für die Cadolzburg Open 2025 bekannt gegeben. Dabei verkündeten die Turnierveranstalter mit dem ehemaligen Davis-Cup-Helden Cedrik-Marcel Stebe, der nach knapp zweijähriger Verletzungspause sein Comeback feiern wird, einen absoluten Hochkaräter für das Hauptfeld des mit 15.000 US-Dollar dotierten Turniers der ITF World Tennis Tour im Rahmen der DTB Internationals – presented by Wilson.
Nicht wenige Tennisfans in Deutschland hatten schon damit gerechnet, dass sich Cedrik-Marcel Stebe nach seinen zahlreichen Verletzungen bereits in den Tennis-Ruhestand verabschiedet hätte, schließlich bestritt der 34-jährige im Januar 2023 auf Challenger-Ebene, direkt im Anschluss an die Australian Open, sein letztes Turnier auf der Herren-Tour. Schon früh galt der in Mühlacker geborene Stebe als ganz große Nachwuchshoffnung im deutschen Tennis. Im Juniorenalter spielte er sich bis auf Platz 6 in der Jugend-Weltrangliste und sorgte auch als Jungprofi bereits für Furore. Besonders in Erinnerung sind seine Heldentaten für das deutsche Davis-Cup-Team, als er 2012 am Hamburger Rothenbaum im entscheidenden Einzel den ehemaligen Weltranglistenersten Lleyton Hewitt aus Australien und 2017 in Portugal den damaligen Weltklassespieler Joao Sousa besiegen konnte und damit jeweils maßgeblich zum Klassenerhalt des DTB-Teams in der Weltgruppe 1 beitrug. Trotz seiner wiederkehrenden Verletzungsmisere verbuchte der Linkshänder insgesamt neun Titel auf der ATP-Challenger-Tour und schaffte 2019 auf der großen ATP-Tour im schweizerischen Gstaad den Einzug ins Endspiel, was ihn bis auf Platz 71 in der ATP-Weltrangliste führte.
Sichtlich erfreut über den prominenten Starter zeigt sich Turnierdirektor Christoph Poehlmann vom ausrichtenden Bayerischen Tennis-Verband: „Cedrik-Marcel Stebe hat sich, gerade auch im Davis Cup, große Verdienste um das deutsche Tennis erworben. Leider wurde er durch zahlreiche Verletzungen oft auf dem Weg nach ganz oben ausgebremst. Umso mehr freuen wir uns, dass er noch einmal voll angreifen möchte und als langjähriger Profi der TennisBase Oberhaching auf bayerischem Boden sein Comeback nach knapp zweijähriger Auszeit geben wird.“
Mujakic, Marysko und Funk ebenfalls im Hauptfeld
Neben Stebe werden drei weitere deutsche Spieler im Tennis-Center Schwadermühle aufgrund einer Wildcard direkt im Hauptfeld aufschlagen. Fast ein Heimspiel wird dabei der Coburger Alen Mujakic vorfinden, der seinen Trainingsschwerpunkt seit einiger Zeit nach Nürnberg verlegt hat. Zudem schickt der Deutsche Tennis Bund mit dem 18-jährigen Vincent Marysko (HTV), der in Cadolzburg im vergangenen Jahr mit einem starken Auftritt den Einzug ins Achtelfinale schaffte, und dem gleichaltrigen Aaron Funk zwei Spieler aus dem Nachwuchskader ins Rennen.
BTV-Talente starten in der Qualifikation
Im Qualifikations-Wettbewerb dürfen sich, dank einer Wildcard, vier bayerische Nachwuchstalente auf dem schnellen Teppich-Belag beweisen. Dabei werden die fränkischen Farben von Noah Schmiedel aus Burgkunstadt, Adrian Walter vom TC Bamberg und Julian Winter vom TC Grün-Weiß Bayreuth repräsentiert. Aus dem bayerischen Schwaben wird Samuel Braun (TC Friedberg) die Reise nach Cadolzburg antreten. Zwei weitere Wildcards für die Qualifikation werden noch kurz vor der Auslosung vergeben.
Zuschauerinformationen
Die zweite Auflage der Cadolzburg Open startet am Sonntag (12.01.) ab 10 Uhr mit den Spielen der Qualifikation, in der 32 Spieler um die letzten acht Plätze im Haupt-Wettbewerb wetteifern. Das 32 Spieler umfassende Hauptfeld, u.a. mit Lokalmatador Justin Engel, beginnt am Dienstag (14.01.) ab 11 Uhr. Zuschauer sind im Tennis-Center Schwadermühle herzlich willkommen, der Eintritt ist während der gesamten Turnierwoche frei.
News vom 03.01.2025
Lokalmatador Justin Engel schlägt bei den Cadolzburg Open 2025 auf
Nach der erfolgreichen Premierenausgabe im Vorjahr macht die ITF Men’s World Tennis Tour vom 12. bis 19. Januar 2025 wieder Station in Mittelfranken. Mit Veröffentlichung der offiziellen Meldeliste der mit 15.000 US-Dollar dotierten Cadolzburg Open im Rahmen der DTB-Internationals – presented by Wilson - dürfen sich die heimischen Zuschauer im Tennis-Center Schwadermühle ganz besonders auf das Antreten des DTB-Top-Talents Justin Engel aus Nürnberg freuen.
Obwohl Justin Engel (ATP-Nr. 396) auch in dieser Saison noch bei den Junioren spielberechtigt ist, sorgte der 17-jährige bereits in der vergangenen Saison für Furore auf der Herren-Tour. Neben seinen ersten vier Titeln auf der ITF-Tour sorgte der Jungprofi der TennisBase Oberhaching vor allem beim ATP-Turnier im kasachischen Almaty mit seinem ersten Match-Erfolg auf der großen ATP-Tour auch international für großes Aufsehen. Als jüngster Spieler weltweit in den Top 400 der Weltrangliste möchte der Mittelfranke als Nummer 4 der Nennliste ein gewichtiges Wort um den Turniersieg im Landkreis Fürth mitreden.
Starkes Kontingent aus Tschechien mit Paulson, Nicod und Forejtek
Angeführt wird die Meldeliste in Cadolzburg vom Tschechen Andrew Paulson (ATP-Nr. 316), der sich den deutschen Tennisfans schon mehrfach präsentierte. Mit dem TC Augsburg schaffte er zur vergangenen Saison den Aufstieg in die 1. Tennis Bundesliga und konnte auch im Oberhaus dank starker Auftritte mit einer positiven Bilanz abschließen. Auch abseits des Courts sorgte der 23-jährige für Schlagzeilen aufgrund seiner Liaison mit Marketa Vondrousova, der Wimbledonsiegerin von 2023, die ihn während ihrer langwierigen Verletzungspause auch öfters zu Turnieren begleitet.
Direkt dahinter findet sich sein 20-jähriger Landsmann Jakub Nicod (ATP-Nr. 346) ein, der 2022 in seiner Juniorenzeit auf deutschem Boden den Titel beim JA-Turnier in Offenbach einfahren konnte. Mit vier ITF-Titeln spielte sich der 20-jährige in der abgelaufenen Spielzeit im ATP-Ranking bereits in die Top 300. Auf Position 5 erscheint der Pilsener Jonas Forejtek (ATP-Nr. 402), der bei den Herren die hohen Erwartungen in seiner Heimat nach seinem Junioren-Triumph bei den US Open 2019 noch nicht vollends erfüllen konnte.
Vorjahresfinalist Agwi kehrt zurück
Erneut in Cadolzburg aufschlagen wird der in Berlin aufgewachsene Michael Agwi (ATP-Nr. 409), der international mit Irland sein Geburtsland repräsentiert. Im vergangenen Jahr spielte sich der 21-jährige mit seinem druckvollen Spiel bis ins Endspiel, wo er erst von TennisBase-Profi Daniel Masur gestoppt werden konnte. Mit dem gewonnenen Selbstvertrauen lieferte er erst dem ehemaligen US-Open-Champion Dominic Thiem im Davis Cup gegen Österreich einen großen Fight, anschließend feierte er bei den TennisBase-Open in Oberhaching seinen ersten von insgesamt vier Titeln auf der ITF-Tour.
Mit reichlich Erfahrung reist der Japaner Kaichi Uchida (ATP-Nr. 362) nach Cadolzburg. Der 30-jährige nahm 2023 in seiner besten Saison in der Qualifikation bei allen vier Grand-Slam-Turnieren teil und zählte dabei zu den besten 150 Spielern der Welt.
Zahlreiche DTB-Spieler am Start
Auch in diesem Jahr werden die Cadolzburg Open zum Saisonstart wieder eine ideale Plattform für die deutschen Tennisprofis bieten. Neben Youngster Engel haben bereits der ehemalige College-Spieler Sebastian Fanselow (ATP-Nr. 453) und Max Wiskandt (ATP-Nr. 510), sowie Adrian Oetzbach (ATP-Nr. 637) und Maik Steiner (ATP-Nr. 680), die ebenfalls eine Ausbildung am US-College absolviert haben, ihren Startplatz im Hauptfeld sicher. In der Qualifikation scheinen aktuell unter anderem Kai Wehnelt (ATP-Nr. 817), der letztes Jahr als Mitglied des siegreichen United-Cup-Teams nach Cadolzburg angereist war, der 18-jährige Vorjahres-Achtelfinalist Vincent Marysko (ATP-Nr. 1184), sowie der Coburger Alen Mujakic (ATP-Nr. 1237) auf. Weitere DTB-Spieler im Hauptfeld und in der Qualifikation werden mit der Vergabe der Wildcards folgen.
Zuschauerinformationen
Das Hauptfeld im Einzel umfasst 32 Spieler, in der Doppelkonkurrenz gehen 16 Paare an den Start. Das Doppelfinale findet am Samstag (18.1.) statt, das Einzelfinale am Sonntag (19.1.) – jeweils um 13 Uhr. Die Spiele des 32er-Qualifikationsfelds starten am Sonntag (12.1.) ab 10 Uhr, das Hauptfeld beginnt am Dienstag (14.1.) ab 11 Uhr. Zuschauer sind im Tennis-Center Schwadermühle herzlich willkommen, der Eintritt ist während der gesamten Turnierwoche frei.
News aus dem Jahr 2024
News vom 21.01.2024
Masur triumphiert bei der Premieren-Ausgabe der Cadolzburg Open
Würdiger Schlussakt bei der ersten Auflage der Cadolzburg Open im Tennis-Center Schwadermühle – in einem mitreißenden Finale am Sonntag krönte sich Turnierfavorit Daniel Masur bei dem mit 15.000 US-Dollar dotierten Herrenturnier der ITF World Tennis Tour im Rahmen der DTB Internationals - presented by Wilson – zum Champion.
Vor prächtiger Zuschauerkulisse, darunter auch der frischgebackene United-Cup-Sieger Maximilian Marterer aus Stein bei Nürnberg, sah sich Top-Favorit Daniel Masur dem für Irland startenden Michael Agwi gegenüber, der in Berlin aufgewachsen ist und dort für den TK Blau-Gold Steglitz antritt.
Der erste Durchgang war geprägt von glatten Aufschlagspielen mit Ausnahme des achten Spiels, in dem sich der 29-jährige Masur drei laufende Break-Chancen erspielen und die erste davon verwerten konnte. Anschließend servierte der TennisBase-Profi zur Satzführung aus.
Im zweiten Satz waren die Spiele wesentlich umkämpfter und das Momentum wechselte mehrfach. Dabei gelang dem 20-jährigen Agwi, der sein erstes Finale auf der Profi-Tour bestritt, das erste Break zur 2:0-Führung, musste aber im Anschluss das sofortige Re-Break hinnehmen. Die Vorentscheidung im zweiten Durchgang fiel beim Stand von 4:3 für den irischen Davis-Cup-Spieler, als er seine vierte Break-Möglichkeit im Spiel verwandeln und anschließend erfolgreich zum Satzausgleich ausservieren konnte.
Hochspannung herrschte auch im dritten Durchgang, im dem sich beide Protagonisten bis Satzmitte je drei Möglichkeiten zum Break herausspielten, diese aber nicht nutzen konnten. Beim Stand von 5:4 startete Masur mit guten Rückschlägen in das Spiel und hatte nach einer verschlagenen Vorhand seines Gegners urplötzlich einen Matchball. Mit einem Netzangriff erzwang der deutsche Davis-Cup-Spieler den entscheidenden Fehler seines Gegenübers zum 6:3, 3:6, 6:4-Erfolg nach 2:15 Stunden.
Nach dem Match kommentierte der glückliche Turniersieger: „Es war ein unglaublich enges Match, das nur durch eine Kleinigkeit entschieden wurde. Im letzten Rückschlagspiel hatte ich zweimal den Ball beim Return gut am Schläger und auf einmal, wie es bei Teppich oft so ist, war dann der Matchball da, den ich zum Glück nutzen konnte. Ich freue mich natürlich riesig, gleich im ersten Turnier der Saison den Titel geholt zu haben. Bei Turnieren in Deutschland fühle ich mich immer besonders wohl und kann da oft meine beste Leistung abrufen.“
Gutes Pflaster für deutsche Nachwuchsprofis
Neben Turniersieger Daniel Masur konnten vor allem die deutschen Nachwuchsprofis den Heimvorteil auf dem Teppichbelag im Tennis-Center Schwadermühle für sich nutzen. Der Landshamer Max Rehberg (BAD) spielte sich bis ins Halbfinale, in dem er sich nur dem späteren Champion Masur geschlagen geben musste. Mit Tom Gentzsch (TVN) aus Duisburg und dem Saarländer Milan Welte (HTV) schafften zwei weitere DTB-Spieler den Sprung ins Viertelfinale und konnten somit ebenfalls wichtige Punkte für die Weltrangliste sammeln.
Positives Fazit bei der Siegerehrung
Im Anschluss an das Finale fand auf dem Showcourt die Siegerehrung statt, in der sich Turnierdirektor Christoph Poehlmann und Vizepräsident Christian Wenning vom ausrichtenden Bayerischen Tennis-Verband bei den Sponsoren, dem Turnier-Team und den Gastgebern vom Tennis-Center Schwadermühle für ihren Einsatz bei der gelungenen Premiere der Cadolzburg Open bedankten.
Ergebnis Finale Einzel:
Daniel Masur (WTV) – Michael Agwi (IRL) 6:3, 3:6, 6:4
News vom 20.01.2024
Masur zieht mit Sieg über Rehberg ins Finale der Cadolzburg Open ein
Halbfinaltag bei den Cadolzburg Open 2024 - Am Samstag wurden beim Herren-Turnier der ITF World Tennis Tour im Rahmen der DTB Internationals - presented by Wilson - die beiden Semifinals im Einzel ausgetragen. Mit dem Erfolg im innerdeutschen Duell gegen Max Rehberg greift Top-Favorit Daniel Masur im morgigen Finale im Tennis-Center Schwadermühle nach dem Titel.
Geheimnisse waren kaum zu erwarten im Halbfinale zwischen dem topgesetzten Daniel Masur und Max Rehberg, die beide seit vielen Jahren in der TennisBase Oberhaching trainieren. Den besseren Start erwischte der 29-jährige Masur, der von Beginn an druckvoll und fast fehlerlos agierte, während der 20-jährige Rehberg unter einer schwachen Quote bei den eigenen Aufschlägen litt. Bei nur einem abgegebenen Spiel sicherte sich Masur die schnelle Satzführung.
Im zweiten Durchgang steigerte sich Rehberg bei eigenem Aufschlag und brachte damit auch mehr Sicherheit in sein Grundlinienspiel. Beim Stand von 5:4 erspielte sich der Landshamer einen Satzball, dennoch hielten beide Protagonisten ihre Aufschlagspiele, ohne weitere Break-Chancen zuzulassen. Im fälligen Tiebreak gelang Masur das erste Mini-Break und zog auf 3:0 davon. Der an Nr. 3 gesetzte Rehberg schaffte noch den 4:4-Ausgleich, dennoch fixierte Masur mit drei gewonnenen Punkten zum Abschluss den 6:1, 7:6 (4)-Erfolg nach 89 Minuten.
Im Anschluss an das Match kommentierte der Bückeburger: „Im ersten Satz lief sehr viel in meine Richtung. Jeder Punkt, den ich gebraucht habe, fiel auf meine Seite. Deshalb war das Ergebnis da sehr deutlich. Ich habe dann schon erwartet, dass er im zweiten Satz alles daransetzen wird, sich ins Match zurück zu kämpfen. Dies ist ihm dann auch gelungen und mit dem Satzball von ihm hätte es auch schnell in den dritten Satz gehen können. Im Tiebreak entscheiden dann einfach Kleinigkeiten und ich bin natürlich froh, dass ich das Match in zwei Sätzen beenden konnte.
Agwi fixiert erste Finalteilnahme
Nach seiner Halbfinal-Teilnahme beim ITF-Turnier im Frankfurt im letzten Jahr bot sich für Michael Agwi in Cadolzburg erneut die Chance, ins erste Endspiel seiner Karriere einzuziehen. Gegen den 18-jährige Tschechen Filip Jakub schaffte der Ire im dritten Spiel das frühe Break und hatte die Partie von da an voll im Griff. In 65 Minuten siegte der 20-jährige, der für das irische Team bei der Davis-Cup-Relegation im Februar gegen Österreich nominiert ist, mit 6:3, 6:2.
„Ich bin von Beginn an gut reingekommen und konnte das konstant so durchspielen, um meinen deutlichsten Sieg hier im Turnier einzufahren. Natürlich freue ich mich, dass ich mein erstes Finale auf der Tour erreicht habe. Aber noch liegt der Fokus auf dem großen Ganzen, weshalb ich das im Moment noch gar nicht so richtig genießen kann. Gegen Daniel habe ich vor ein paar Jahren schon mal in Berlin bei der DTB-Series während der Corona-Zeit gespielt, aber da war ich noch sehr jung und unerfahren, weshalb er damals glatt gewinnen konnte“, so der glückliche Sieger.
Ausblick
Als Schlussakt der Cadolzburg Open 2024 findet am Sonntag das Finale im Einzel statt. Spielbeginn im Tennis-Center Schwadermühle ist um 13 Uhr, der Eintritt ist frei.
Ergebnisse Halbfinale Einzel:
Daniel Masur (WTV) – Max Rehberg (BAD) 6:1, 7:6 (4)
Michael Agwi (IRL) – Jakub Filip (CZE) 6:3, 6:2
News vom 19.01.2024
Rehberg und Masur fixieren Halbfinal-Duell bei den Cadolzburg Open
Am Freitag wurden bei den mit 15.000 US-Dollar dotierten Cadolzburg Open die Viertelfinal-Matches im Einzel und das Finale im Doppel ausgetragen. Dabei schafften im Daniel Masur und Max Rehberg beim Herrenturnier der ITF World Tennis Tour im Rahmen der DTB Internationals - presented by Wilson – im Einzel den Einzug in die Runde der letzten Vier, wo die beiden TennisBase-Profis aufeinandertreffen werden.
Rehberg hält Gentzsch in Schach
Eine spannende Auseinandersetzung erlebten die Zuschauer im ersten Durchgang in der rein deutschen Viertelfinal-Partie zwischen dem Landshamer Max Rehberg und Tom Gentzsch aus Duisburg. Beide Spieler hielten souverän ihre Aufschlagspiele und gestatteten ihrem Gegenüber keine Break-Chance. Im fälligen Tiebreak schaffte der 20-jährige Gentzsch das erste Mini-Break, dennoch konnte der gleichaltrige Rehberg zurückschlagen und beendete mit einem Überkopfball zum 7:4 den ersten Satz. Im zweiten Durchgang stellte der an Nr. 3 gesetzte Rehberg mit dem Break im vierten Spiel die Weichen früh auf Sieg und nahm seinem auf Position 6 gelisteten Gegner zum Abschluss ein weiteres Mal den Aufschlag zum 7:6 (4), 6:2-Erfolg nach 1:22 Stunden ab.
Masur souverän
Den heutigen Auftakt auf dem Showcourt im Tennis-Center Schwadermühle machte Topfavorit Daniel Masur in seiner Viertelfinal-Begegnung gegen den Niederländer Niels Visker. Nach ausgeglichenem Beginn konnte der Bückeburger im fünften Spiel seine zweite Break-Chance verwerten und transportierte diesen Vorsprung mit souveränen Aufschlagspielen bis zum Satzende. Mit einem Aufschlag-Winner fixierte der 29-jährige den Gewinn des ersten Durchgangs. Auch im zweiten Satz blieb der deutsche Davis-Cup-Spieler bei den Aufschlagspielen des an Nr. 8 gesetzten Visker am Drücker und holte sich im siebten Spiel mit seiner vierten Möglichkeit das vorentscheidende Break zum 6:4, 6:4-Sieg nach 89 Minuten.
Welte unterliegt
Den Sprung ins Halbfinale verpasst hat der Saarländer Milan Welte. Gegen den Tschechen Jakub Filip musste sich der 22-jährige trotz großem Kampfgeist nach 2:14 Stunden mit 3:6, 7:6 (3), 2:6 beugen. Im Semifinale trifft der 18-jährige Filip auf den ebenfalls ungesetzten Berliner Michael Agwi, der in Irland geboren ist und dort auch für das Davis-Cup-Team antritt. Der 20-jährige Agwi behielt in zwei knappen Sätzen gegen den an Nr. 2 geführten Kirill Kivattsev die Oberhand und siegte nach 1:47 Stunden Spielzeit mit 7:6 (4), 7:5.
Kivattsev/Carr holen sich den Doppel-Titel
Die ersten Trophäen der Cadolzburg Open wurden heute im Doppel vergeben. Im Endspiel besiegten der Ire Simon Carr und sein Partner Kirill Kivattsev die finnisch-deutsche Paarung Patrick Kaukovalta und Tim Rühl aus Waldshut-Tiengen nach 79 Minuten mit 6:4, 6:4.
Ausblick aufs Finalwochenende
Fortgesetzt werden die Cadolzburg Open am Samstag mit den Halbfinal-Begegnungen im Einzel. Spielbeginn im Tennis-Center Schwadermühle mit dem innerdeutschen Duell zwischen Daniel Masur und Max Rehberg ist um 13 Uhr, der Eintritt ist frei.
Ergebnisse Viertelfinale Einzel:
Max Rehberg (BAD) – Tom Gentzsch (TVN) 7:6 (4), 6:2
Daniel Masur (WTV) – Niels Visker (NED) 6:4, 6:4
Milan Welte (HTV) – Jakub Filip (CZE) 3:6, 7:6 (3), 2:6
Michael Agwi (IRL) – Kirill Kivattsev 7:6 (4), 7:5
Ergebnis Finale Doppel:
Simon Carr (IRL)/Kirill Kivattsev – Tim Rühl (BAD)/Patrick Kaukovalta 6:4, 6:4
News vom 18.01.2024
Vier DTB-Spieler im Viertelfinale bei den Cadolzburg Open
Das Feld lichtet sich bei den mit 15.000 US-Dollar dotierten Cadolzburg Open. Am Donnerstag wurden beim Herren-Turnier der ITF World Tennis Tour im Rahmen der DTB Internationals - presented by Wilson - die Achtelfinals im Einzel und die Halbfinals im Doppel ausgetragen. Mit den TennisBase-Profis Daniel Masur und Max Rehberg sowie Tom Gentzsch und Milan Welte schafften insgesamt vier deutsche Spieler im Einzel den Einzug in die Runde der letzten Acht.
Masur und Rehberg souverän
Weiterhin den Titel fest im Visier hat Topfavorit Daniel Masur (WTV). Gegen den tschechischen Lucky Loser Stepan Baum hatte der Bückeburger die Partie jederzeit im Griff. Mit je einem Break in beiden Durchgängen, ohne ein eigenes Aufschlagspiel abzugeben, siegte der 29-jährige in 71 Minuten mit 6:3, 6:4. Im Viertelfinale sieht sich der topgesetzte Masur dem an Position 8 gelisteten Niederländer Niels Visker gegenüber, der sich in zwei Sätzen gegen den finnischen Davis-Cup-Spieler Patrick Kaukovalta durchsetzen konnte.
Auch Max Rehberg ist in Cadolzburg weiterhin im Rennen. Nach seinem hart erkämpften Dreisatz-Sieg gegen den Qualifikanten Karlo Cubelic (WTV) traf der 20-jährige im nächsten innerdeutschen Duell auf den Wildcard-Starter Vincent Marysko (HTV). Von Beginn an dominierte der Landshamer den ersten Durchgang, in dem er seinem 17-jährigen Gegner zweimal den Aufschlag zur Satzführung abnehmen konnte. Der zweite Satz gestaltete sich ausgeglichen. Nachdem beiden Spielern zu Beginn je ein Break gelang, hielten sie im Anschluss ihre Aufschlagspiele und erzwangen damit die Entscheidung im Tiebreak. Dort behielt die Nr. 3 der Setzliste knapp die Oberhand und fixierte mit einem Ass den 6:2, 7:6 (7)-Erfolg nach 1:46 Stunden.
Nach dem Match kommentierte Rehberg: „Ich bin auf jeden Fall zufriedener als gestern. Es war aber auch heute nicht einfach, da es auf Teppich sehr schnell gehen kann und mein heutiger Gegner über lange Phasen im Match richtig gut gespielt hat. Erstmal bin ich froh, die ersten beiden Matches des Jahres gewonnen zu haben.“
Gentzsch siegt im „Kamen-Duell“
Wenig Geheimnisse gab es im Match zwischen dem auf Position 6 geführten Tom Gentzsch (TVN) und Marc Majdandzic (WTV), schließlich trainieren beide Spieler im DTB-Stützpunkt Kamen. Dabei stellte der 20-jährige Gentzsch die Weichen früh auf Sieg und verwertete alle drei Breakchancen im Match, ohne seinem Gegner eine einzige Möglichkeit zu gestatten. Nach 56 Minuten siegte der Duisburger mit 6:3, 6:2 und wird im Viertelfinale dem BTV-Jungprofi Max Rehberg gegenüberstehen.
Welte überzeugt weiterhin
Weiterhin ohne Satzverlust im Turnier ist Milan Welte (HTV). Gegen den Tschechen Vit Kalina übernahm der 22-jährige ab Mitte des ersten Satzes die Kontrolle im Match und war bis zum Ende nicht mehr zu stoppen. Nach 1:22 Stunden siegte der Saarländer mit 6:2, 6:4 und trifft in der Runde der letzten Acht auf Jakub Filip, der im tschechischen Duell in zwei Sätzen gegen David Poljak die Oberhand behielt.
Rühl im Doppel-Finale am Freitag
Im Doppel-Wettbewerb ist mit Tim Rühl (BAD) ein deutscher Spieler im Doppel-Finale vertreten. Mit seinem finnischen Partner Patrick Kaukovalta besiegte der ehemalige College-Spieler das topgesetzte DTB-Duo Daniel Masur (WTV)/Kai Wehnelt (HTV) denkbar knapp mit 6:3, 5:7, 11:9. Ebenfalls im Match-Tiebreak musste sich das bayerische Doppel Kai Lemstra/David Eichenseher vom TC Schießgraben Augsburg gegen Kirill Kivattsev und den Iren Simon Carr mit 1:6, 6:3, 7:10 geschlagen geben.
Ausblick
Fortgesetzt werden die Cadolzburg Open am Freitag ab 11 Uhr mit den Viertelfinal-Begegnungen im Einzel. Im Doppelfinale, nicht vor 14:30 Uhr, werden im Tennis-Center Schwadermühle die ersten Trophäen vergeben.
Ergebnisse Achtelfinale Einzel:
Daniel Masur (WTV) – Stepan Baum (CZE) 6:3, 6:4
Max Rehberg (BAD) – Vincent Marysko (HTV) 6:2, 7:6 (7)
Milan Welte (HTV) – Vit Kalina (CZE) 6:2, 6:4
Tom Gentzsch (TVN) – Marc Majdandzic (WTV) 6:3, 6:2
Leopold Zima (TVN) – Michael Agwi (IRL) 4:6, 6:7 (8)
Tim Rühl (BAD) – Kirill Kivattsev 2:6, 5:7
Niels Visker (NED) – Patrick Kaukovalta (FIN) 6:3, 6:3
Jakub Filip (CZE) – David Poljak (CZE) 6:4, 6:4
Ergebnisse Halbfinale Doppel:
Daniel Masur (WTV)/Kai Wehnelt (HTV) – Tim Rühl (BAD)/Patrick Kaukovalta (FIN) 3:6, 7:5, 9:11
Kai Lemstra/David Eichenseher (beide BTV) – Kirill Kivattsev/Simon Carr (IRL) 1:6, 6:3, 7:10
Im Bild: Daniel Masur
News vom 17.01.2024
Masur und Rehberg starten erfolgreich bei den Cadolzburg Open
Es geht Schlag auf Schlag bei den Cadolzburg Open - Am Mittwoch wurden beim mit 15.000 US-Dollar dotierten Turnier der ITF Men’s World Tennis Tour im Rahmen der DTB Internationals - presented by Wilson - die restlichen Erstrunden-Matches im Einzel und die Viertelfinals im Doppel ausgetragen. Neben den TennisBase-Profis Daniel Masur und Max Rehberg schafften heute drei weitere DTB-Spieler im Einzel den Einzug ins Achtelfinale.
Masur solide
Topfavorit Daniel Masur (WTV) eröffnete auf dem Showcourt den heutigen Spieltag im Tennis-Center Schwadermühle gegen den tschechischen Qualifikanten Yvo Panak. Im ausgeglichenen ersten Satz hielten beide Protagonisten ihre Aufschlagspiele bis zum 4:4, ehe der 28-jährige Panak nach einer 40:0-Führung fünf Punkte in Folge abgeben musste und mit einem Doppelfehler den Aufschlagverlust besiegelte. Anschließend servierte der 29-jährige Masur den ersten Satz souverän ohne Punktverlust aus. Im zweiten Durchgang wechselte das Momentum mehrfach. Nachdem Masur das frühe Break gelang, schlug Panak zurück und nahm dem Bückeburger zweimal hintereinander dessen Aufschlagspiel ab und zog auf 4:2 davon. Doch auch Masur schaffte im zweiten Satz das Comeback und erzwang die Entscheidung im Tiebreak, in dem er mit 7:4 die Oberhand behielt und sich damit den 6:4, 7:6-Erfolg nach 1:25 Stunden sicherte. Im Achtelfinale wartet mit dem Lucky Loser Stepan Baum der nächste tschechische Spieler auf den topgesetzten Masur.
Im Anschluss an das Match kommentierte der Sieger: „Gerade auf Teppich sind erste Runden in einem Turnier immer schwierig. Spielerisch habe ich mich noch nicht so perfekt gefühlt. Umso mehr freue ich mich, dass ich es in zwei Sätzen für mich entscheiden konnte. Für mich ist es schon etwas Nostalgie, wieder einmal in Cadolzburg zu spielen, nachdem ich hier beim Junioren-Turnier 2011 im Finale gestanden bin und 2012 den Titel holen konnte.“
Rehberg ringt Cubelic nieder
Im letzten Einzel des Tages traf der Landshamer Max Rehberg im rein deutschen Duell auf den Qualifikanten Karlo Cubelic (WTV). Der 26-jährige Cubelic fand stark in die Partie und bot bei eigenem Aufschlag fast nichts an. Nach dem Gewinn des ersten Satzes zeigte der Linkshänder auch im zweiten Durchgang lange keine Schwäche, ehe sich der 20-jährige Rehberg beim Stand von 5:4 die ersten Break-Chancen im Satz erspielen und die erste davon konsequent zum Satzausgleich verwerten konnte. Im dritten Satz schaffte Cubelic im neunten Spiel das erste Break und baute die Führung auf 5:3 aus. Dennoch schaffte Rehberg das Comeback und holte sich mit vier Spielgewinnen en suite den 4:6, 6:4, 7:5-Erfolg nach 2:17 Stunden.
Zima siegreich, Lemstra unterliegt Marysko
Neben dem an Nr. 3 gesetzten Rehberg waren mit dem Herrschinger Leopold Zima (TVN) und Kai Lemstra (BTV) zwei weitere bayerische Spieler im Einsatz. Gegen den griechischen Qualifikanten Ioannis Kountourakis hatte Zima das Match jederzeit unter Kontrolle und siegte nach exakt einer Stunde mit 6:2, 6:2. In der Runde der letzten 16 bekommt es der 23-jährige mit dem Iren Michael Agwi zu tun, der sich gegen den an Position 5 gesetzten Adrian Oetzbach aus Velbert behaupten konnte.
Der 24-jährige Lemstra vom TC Schießgraben Augsburg sah sich in seiner Erstrunden-Begegnung dem Heusenstammer Vincent Marysko (HTV) gegenüber. Von Beginn an beeindruckte Marysko mit seinen druckvollen Grundschlägen und wusste in entscheidenden Momenten mit seinem Aufschlag zu überzeugen. Nach 1:28 Stunden Spielzeit fixierte der 17-jährige mit dem 7:6 (5), 6:4-Erfolg den Einzug ins Achtelfinale, wo er auf den BTV-Jungprofi Max Rehberg treffen wird.
Welte bezwingt Lane
In einer weiteren rein deutschen Auseinandersetzung standen sich der an Nr. 7 gesetzte Lewie Lane (SLH) und der Saarländer Milan Welte (HTV) gegenüber. In zwei ausgeglichenen Sätzen hatte der 22-jährige Welte jeweils das bessere Ende für sich und siegte nach knapp zwei Stunden mit 7:5, 7:5. Eine Überraschung verpasste der ehemalige College-Spieler Florian Broska (TVM) aus Eitelborn. Gegen den an Position 2 geführten Kirill Kivattsev unterlag der 26-jährige in 89 Minuten mit 3:6, 5:7.
United-Cup-Sieger Wehnelt verliert nach Krimi
Einen wahren Krimi lieferten sich der an Nr. 4 gesetzte Kai Wehnelt, der im siegreichen DTB-Team beim United Cup in Australien stand, und der Tscheche Jakub Filip. Nachdem sich der 18-jährige Filip den ersten Durchgang im Tiebreak sichern konnte, kehrte der gebürtige Berliner mit einem schnellen Satzausgleich zurück ins Match. In der Endphase des dritten Durchgangs konnte der 28-jährige Wehnelt zwei Matchbälle abwehren, ehe es zum zweiten Mal in den Tiebreak ging. Dort erspielte sich der Spieler des Wiesbadener THC beim Stand von 6:3 drei laufende Matchbälle, ehe er nach fünf abgegebenen Punkten in Folge seinem Gegner zum 7:6 (3), 0:6, 7:6 (6)-Erfolg nach 2:15 Stunden gratulieren musste.
Ausblick
Fortgesetzt werden die Cadolzburg Open am Donnerstag mit den Achtelfinals im Einzel und dem Halbfinals im Doppel. Spielbeginn im Tennis-Center Schwadermühle ist um 11 Uhr.
Ergebnisse 1. Runde Einzel:
Daniel Masur (WTV) – Yvo Panak (CZE) 6:4, 7:6 (4)
Max Rehberg (BAD) – Karlo Cubelic (WTV) 4:6, 6:4, 7:5
Leopold Zima (TVN) – Ioannis Kountourakis (GRE) 6:2, 6:2
Milan Welte (HTV) – Lewie Lane (SLH) 7:5, 7:5
Kai Lemstra (BTV) – Vincent Marysko (HTV) 6:7 (5), 4:6
Kai Wehnelt (HTV) – Jakub Filip (CZE) 6:7 (3), 6:0. 6:7 (6)
Florian Broska (TVM) – Kirill Kivattsev 3:6, 5:7
Adrian Oetzbach (TVN) – Michael Agwi (IRL) 5:7, 4:6
Im Bild: Michael Agwi
News vom 16.01.2024
Gentzsch, Majdandzic und Rühl meistern Auftakthürde in Cadolzburg
Hauptfeldauftakt bei den Cadolzburg Open im Rahmen der DTB Internationals - presented by Wilson. Am Dienstag wurden beim Herren-Turnier der ITF World Tennis Tour, das mit 15.000 US-Dollar dotiert ist, die ersten Hauptfeld-Matches im Einzel und die Achtelfinals im Doppel ausgetragen.
Gentzsch kämpft sich durch
Mehr Mühe als erwartet hatte der an Nr. 6 gesetzte Tom Gentzsch (TVN) aus Duisburg in seiner Auftakt-Begegnung gegen den Schweden Jack Karlsson Wistrand, der bereits zwei erfolgreiche Matches in der Qualifikation bestritten hatte. Zwar startete der deutsche Mannschaftsmeister vom TC Bredeney mit einer schnellen 3:0-Führung, musste aber die Entscheidung des ersten Durchgangs im Tiebreak zulassen. Dort dominierte der DTB-Kaderspieler mit starken Aufschlägen und seiner Vorhand und fixierte den Satzgewinn mit einem krachenden Vorhand-Winner. Im zweiten Durchgang hielten beide Protagonisten ihre Aufschlagspiele, ehe dem 21-jährigen Karlsson Wistrand im zehnten Spiel das entscheidende Break zum Satzausgleich gelang. Im dritten Durchgang nahm der 20-jährige Gentzsch das Heft des Handelns wieder in die Hand und triumphierte nach knapp zwei Stunden mit 7:6, 4:6, 6:2.
DTB-Jungprofi Majdandzic überzeugt, Rühl souverän
Einen gelungenen Einstieg ins Turnier feierte der 18-jährige Marc Majdandzic (WTV). Gegen den tschechischen Qualifikanten Vitek Horak baute der Bad Oyenhausener die Ballwechsel überwiegend über seine starke Vorhand auf und schaffte das erste Break der Begegnung zur 5:4-Führung. Nachdem er sein eigenes Service im darauffolgenden Aufschlagspiel ebenfalls abgeben musste, gelang dem letztjährigen French-Open-Teilnehmer bei den Junioren dennoch mit zwei Spielgewinnen in Folge die Satzführung. Im ausgeglichenen zweiten Durchgang ohne Aufschlagverluste fiel die Entscheidung im Tiebreak, in dem der Spieler des TC Herford den 7:5, 7:6 (4)-Erfolg nach 1:43 Stunden sicherstellen konnte.
In der einzigen innerdeutschen Begegnung des Tages behielt der ehemalige College-Spieler Tim Rühl aus Waldshut-Tiengen gegen den 17-jährigen Aaron Funk vom TSC Renningen die Oberhand. Nach 1:32 Stunden fixierte der 25-jährige den 6:4, 6:3-Endstand.
Nicht für den Einzug in die zweite Runde reichte es für zweifachen Junioren-Grand-Slam-Starter Lasse Pörtner (WTB). Trotz starkem Beginn musste sich der Kirchheimer trotz Satzvorsprung und Breakführung im zweiten Durchgang dem tschechischen Lucky Loser Stepan Baum nach mehr als zwei Stunden mit 6:3, 4:6, 1:6 beugen.
BTV-Youngster Haupt verkauft sich teuer
Einen starken Auftritt zeigte Wildcard-Starter Henri Haupt (BTV) vom MTTC Iphitos im ersten Durchgang gegen den tschechischen Mitfavoriten David Poljak, der in seiner Karriere bereits zwei ITF-Titel auf Teppich erringen konnte und in der Meldeliste aufgrund seines Protected Rankings auf Position 3 gelistet war. Obwohl der 17-jährige Haupt gleich sein erstes Aufschlagspiel abgeben musste, kehrte er mit dem sofortigen Re-Break in den Satz zurück und hielt diesen lange offen. Beim Stand von 5:6 konnte der Münchner bei eigenem Aufschlag noch zwei Satzbälle abwehren, ehe er den ersten Durchgang doch noch knapp abgeben musste. Im zweiten Satz spielte der 27-jährige Poljak seine ganze Routine aus und siegte nach 87 Minuten mit 7:5, 6:1.
Ausblick
Fortgesetzt werden die Cadolzburg Open am Mittwoch mit den restlichen acht Erstrunden-Begegnungen im Einzel und den Viertelfinals im Doppel. Um 11 Uhr eröffnet der topgesetzte Daniel Masur im Tennis-Center Schwadermühle auf dem Showcourt gegen den Tschechen Yvo Panak, im letzten Einzel des Tages, nicht vor 15:30 Uhr, trifft der Landshamer Max Rehberg als Nr. 3 des Turniers im rein deutschen Duell auf den Qualifikanten Karlo Cubelic.
Ergebnisse 1. Runde Einzel:
Tom Gentzsch (TVN)) – Jack Karlsson Wistrand (SWE) 7:6 (4), 4:6, 6:2
Marc Majdandzic (WTV) – Vitek Horak (CZE) 7:5, 7:6 (4)
Tim Rühl (BAD) – Aaron Funk (WTB) 6:4, 6:3
Henri Haupt (BTV) – David Poljak (CZE) 5:7, 1:6
Lasse Pörtner (WTB) – Stepan Baum (CZE) 6:3, 4:6, 1:6
Jannik Opitz (TNB) – Vit Kalina (CZE) 1:6, 7:5, 4:6
Niels Visker (NED) – Mischa Lanz (SUI) 6:3, 7:6 (4)
Patrick Kaukovalta (FIN) – Filip Duda (CZE) 5:5, Aufgabe
Im Bild: Tom Gentzsch
News vom 15.01.2024
Zwei DTB-Spieler kämpfen sich ins Hauptfeld der Cadolzburg Open
Mit dem Qualifikations-Wettbewerb startete am Sonntag die Premierenausgabe der Cadolzburg Open im Tennis-Center Schwadermühle. Mit Jannik Opitz und Karlo Cubelic schafften zwei deutsche Spieler den Sprung ins Hauptfeld des mit 15.000 US-Dollar dotierten Turniers der ITF Men’s World Tennis Tour im Rahmen der DTB Internationals – presented by Wilson.
Opitz und Kubelic souverän
Ohne Satzverlust spielten sich der an Nr. 1 gesetzte Jannik Opitz (TNB) und Karlo Cubelic (WTV) ins Hauptfeld. Nach seinem Auftakterfolg gegen den Tschechen Lukas Janousek siegte der 25-jährige Opitz mit 6:2, 7:5 gegen den Burgkunstädter Noah Schmiedel, der sich seinerseits in zwei Sätzen gegen Vojtech Vlkovsky aus Tschechien durchsetzen konnte. Der 26-jährige Cubelic dominierte nach seinem deutlichen Auftaktsieg gegen Emil Rast (WTB) auch die Begegnung gegen David Eichenseher vom TC Rot-Weiß Gersthofen, der zum Auftakt gegen Filip Krolo (HTV) in drei Sätzen erfolgreich war, mit 6:3, 6:0.
Masur und Rehberg gegen Qualifikanten
Im Anschluss an die Qualifikation wurde das Hauptfeld im Einzel mit machbaren Aufgaben zum Auftakt für die TennisBase-Profis Daniel Masur und Max Rehberg ausgelost, die jeweils am Mittwoch gegen einen Qualifikanten antreten werden. Der 29-jährige Top-Favorit Masur trifft auf Yvo Panak aus Tschechien, während sich der 20-jährige Rehberg als Nr. 3 des Turniers Karlo Cubelic gegenübersieht. Interessante Aufgaben wurden auch drei weiteren Spielern aus Bayern zugelost. Der 24-jährige Kai Lemstra von TC Schießgraben Augsburg wird von Vincent Marysko (HTV) herausgefordert, während der 17-jährige Henri Haupt vom MTTC Iphitos München dem tschechischen Mitfavoriten David Poljak gegenüberstehen wird. Der Herrschinger Leopold Zima bekommt es mit dem griechischen Qualifikanten Ioannis Kountourakis zu tun.
Ausblick
Fortgesetzt werden die Cadolzburg Open am Dienstag mit den ersten Hauptfeld-Matches im Einzel und Doppel. Spielbeginn im Tennis-Center Schwadermühle ist um 11 Uhr. Weitere Informationen zum Turnier finden sich auf der offiziellen Turnierwebsite www.cadolzburg-open.de
Ergebnisse BTV-Starter Qualifikation:
1. Runde:
David Eichenseher (TC Rot-Weiß Gersthofen) – Filip Krolo (HTV) 6:3, 4:6, 10:5
Denny Vojtischek (TC Gauting) – Christopher Patzanovsky (HTV) 7:5, 6:3
Luca Hesselmann (TV Fürth 1860) – Martin Benes (CZE) 6:7 (10), 4:6
Adrian Walter (MTV Bamberg) – Michael Glöckler (AUT) 2:6, 1:6
Tobias Brutscher (TTC Geltendorf) – Ioannis Kountourakis (GRE) 4:6, 1:6
2. Runde:
David Eichenseher (TC Rot-Weiß Gersthofen) – Karlo Kubelic (WTV) 3:6, 0:6
Denny Vojtischek (TC Gauting) – Filip Duda (CZE) 4:6, 4:6
Im Bild: David Eichenseher
News vom 10.01.2024
BTV-Asse im
Favoritenkreis bei den Cadolzburg Open
Mit Veröffentlichung der offiziellen Acceptance-List seitens der ITF steht fest, dass sich die Zuschauer der vom 14. bis 21. Januar 2024 erstmals ausgetragenen Cadolzburg Open auf ein absolutes Top-Feld freuen dürfen. Mit Daniel Masur und Max Rehberg als gesetzte Spieler stellt die TennisBase Oberhaching beim mit 15.000 US-Dollar dotierten Turnier der ITF Men’s World Tennis Tour im Rahmen der DTB Internationals – presented by Wilson - zwei heiße Anwärter auf den Titel.
Als Nr. 1 des Turniers und damit als Top-Favorit wird der Bückeburger Daniel Masur das Weltranglistenturnier auf der Anlage des Tennis-Centers Schwadermühle in Angriff nehmen. Der 29-jährige feierte 2021 in Eckental auf dem in Cadolzburg ebenfalls zu bespielenden Teppichboden seinen zweiten Titel auf der ATP-Challenger-Tour und sicherte sich drei ITF-Trophäen auf diesem Belag. Auch der auf Position 6 geführte Landshamer Max Rehberg konnte seine bislang besten Resultate auf dem schnellen Geläuf einfahren. Zwei Wochen nach seinem ersten ITF-Titelgewinn im französischen Forbach setzte der 20-jährige in Ismaning zu seinem sensationellen Finallauf bei den Wolffkran Open 2022 an.
Starke internationale Konkurrenz
Ein gewichtiges Wort im Rennen um die 15 Weltranglistenpunkte für den Turniersieg in Cadolzburg will der an Nr. 3 gesetzte David Poljak mitreden. In seiner Heimat Tschechien, wo in der Halle auch noch verstärkt auf Teppich gespielt wird, konnte der 27-jährige bereits zwei ITF-Titel auf dem Belag für sich verbuchen. Ebenfalls zu beachten auf dem zügigen Untergrund ist der Brite Alastair Gray. Der 25-jährige ehemalige College-Spieler sicherte sich bereits einen ITF-Titel auf Rasen und überzeugte 2022 mit dem Viertelfinaleinzug bei den Wolffkran Open, wo er sich denkbar knapp im Tiebreak des dritten Durchgangs dem späteren Turniersieger Quentin Halys aus Frankreich geschlagen geben musste.
Weitere DTB-Spieler im Hauptfeld
Ebenfalls pudelwohl auf schnellen Belägen fühlt sich der an Nr. 2 gelistete Mats Rosenkranz aus Essen. So konnte der 25-jährige Linkshänder mit seiner Aufschlagstärke bereits je einen ITF-Titel auf Rasen und Teppich einfahren und besiegte bei den Wolffkran Open mit dem US-Amerikaner Maxime Cressy und Marc-Andrea Hüsler aus der Schweiz bereits zwei Top50-Spieler. Voller Tatendrang dürfte der gebürtige Berliner Kai Wehnelt, der Mitglied des siegreichen DTB-Teams beim United Cup um Alexander Zverev, Angelique Kerber und Laura Siegemund war, aus Australien zurückkehren. Mit seinen neun Doppel-Titeln auf der ITF-Tour in der letzten Saison kletterte der 28-jährige bis auf Position 150 im Doppel-Ranking und überzeugte in Monastir auch im Einzel mit dem zweiten Titelgewinn seiner Karriere. Ebenfalls fix im Hauptfeld stehen der Essener Adrian Ötzbach, Florian Broska aus Montabaur, der Duisburger Tom Gentzsch, der in Großbritannien geborene Lewie Lane sowie der Kirchheimer Lasse Pörtner, der als zweifacher Teilnehmer bei den Junioren-Grand-Slam-Turnieren aufgrund seines Rankings in der Jugend-Weltrangliste qualifiziert ist. Ebenfalls in Cadolzburg aufschlagen wird der Deutsche Einzelmeister Patrick Zahraj, der aktuell noch in die Qualifikation muss. Weitere Spieler des Deutschen Tennis Bunds im Hauptfeld werden per Wildcard folgen.
Zusätzliche bayerische Spieler am Start
Mit Kai Lemstra aus Aschheim und dem Herrschinger Leopold Zima sind weitere Spieler aus Bayern gemeldet, die aktuell noch in der Qualifikation antreten müssten, aber noch gute Chancen auf ein Nachrücken ins Hauptfeld haben. Auch in der Qualifikation sind noch Wildcards an deutsche Spieler zu vergeben.
Zuschauerinformationen
Das Hauptfeld im Einzel umfasst 32 Spieler, in der Doppelkonkurrenz gehen 16 Paare an den Start. Das Doppelfinale findet am Samstag (20.1.) statt, das Einzelfinale am Sonntag (21.1.) – jeweils um 13 Uhr. Die Spiele des 32er-Qualifikationsfelds starten am Sonntag (14.1.) ab 10 Uhr, das Hauptfeld beginnt am Dienstag (16.1.) ab 11 Uhr. Zuschauer sind herzlich willkommen, der Eintritt ist während der gesamten Turnierwoche frei. Weitere Informationen zum Turnier finden sich unter www.cadolzburg-open.de
Im Bild: Max Rehberg
News vom 19.12.2023
Weltklasse-Tennis bei der Premiere der Cadolzburg Open
Erstmalig macht die ITF Men’s World Tennis Tour Station in Cadolzburg. Vom 14. bis 21. Januar 2024 richtet der Bayerische Tennis-Verband die mit 15.000 US-Dollar dotierten Cadolzburg Open im Rahmen der DTB Internationals presented by Wilson im Tennis-Center Schwadermühle aus.
Die Hallen-Tennisanlage mit insgesamt sechs Teppichplätzen beherbergte über viele Jahre ein Jugend-Weltranglistenturnier und bietet mit familiärer Atmosphäre und zahlreichen Möglichkeiten zum Zuschauen ideale Voraussetzungen für das neue Tennis-Event in der fränkischen Kleinstadt.
Somit offeriert der Bayerische Tennis-Verband neben den TennisBase Open in Oberhaching, die auch 2024 wieder im Februar stattfinden werden, eine weitere Möglichkeit für einheimische Nachwuchsspieler und etablierte Profis, sich auf internationaler Bühne zu präsentieren und wichtige Punkte für die Weltrangliste zu sammeln.
Bodenbelag als Heimvorteil
Neben den internationalen Assen dürfen sich die Zuschauer auf ein starkes Kontingent an DTB-Spielern im Rennen um den Turniersieg freuen. Der beim Tennis-Center Schwadermühle zu bespielende Teppichbelag ist ein nicht zu unterschätzender Heimvorteil für die deutschen Spieler, da in vielen Ländern nicht auf diesem Belag gespielt wird. Auch die aktuellen Profis der TennisBase Oberhaching konnten schon auf diesem Geläuf glänzen. So sicherte sich Daniel Masur 2021 den Titel beim Challenger in Eckental, während Youngster Max Rehberg 2022 in Ismaning sein erstes Finale auf Challenger-Ebene erreichen konnte.
Bewährtes Turnierteam
Kontinuität ist seitens des BTV auch bei der Turnierausrichtung angesagt. Neben den TennisBase Open und den ITF German Juniors in Bamberg werden auch die Cadolzburg Open von Turnierdirektor Christoph Poehlmann und seinem Team durchgeführt. „Nach den vielen erfolgreichen Turnieren im Jugendbereich freuen wir uns sehr darauf, erstmals in Cadolzburg ein Weltranglistenturnier für die Herren durchführen zu können. Es bietet unseren deutschen Spielern der zweiten und dritten Reihe eine ideale Plattform, um auf sich aufmerksam zu machen und internationale Erfahrung zu sammeln.“, so der stellvertretende BTV-Geschäftsführer. Auch ITF-Supervisor Norbert Peick ist in der Schwadermühle kein Unbekannter, veranstaltete er zusammen mit Poehlmann viele Jahre das Jugend-Event.
Im Bild: Daniel Masur